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Samstag, 31.Dezember 2005
Der letzte Tag im Jahr 2005.
Ich habe die letzten Seiten des Tagebuchs auf die Website gestellt.
Eigentlich könnte dies so eine Art unendliche Geschichte werden, ich glaube aber, davon hätte keiner einen Nutzen und würde auf die Dauer nur langweilen.
Das Wesentliche ist gesagt.

Es fühlt sich für mich jetzt stimmig und rund an.
Fürs Erste möchte ich es dabei belassen.

Lieber Menschenengel, der Du bis hier durchgehalten hast:
Ich danke Dir.
Vielleicht hast Du irgendwo in diesen langen Texten eine Perle für Dich gefunden?
Das würde mich sehr glücklich machen.

Meine Absicht war es, den gerade aufgewachten und schlaftrunken aus den Augen blinzelnden Menschenengeln zu zeigen, daß „Achterbahn fahren“ im Aufstiegsgeschehen ganz normal ist und ihnen Mut zu machen.

Du hast es bei mir miterlebt.
Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.
Heute Euphorie und morgen die Bereitschaft, nach Hause zu gehen.
Verwirrung und Klarheit.
Es liegt nahe beieinander.

Laß alles zu, was Dich an Gefühlen überschwemmt: Wut, Angst, Schmerz, Haß, Verzweiflung, sich selbst verachten, Versagen, Schuld ...
Atme hinein in diese Gefühle und lass sie mit dem Atem davonfließen.
Und wenn Du Freude, Begeisterung, Liebe, Glück verspürst, dann geniesse es!

Annehmen ist der Schlüssel.
Erlauben ist der Schlüssel.
Loslassen ist der Schlüssel.
Geschehenlassen ist der Schlüssel.
Immer wieder und wieder.

Ergänzung im Januar 2006:
Im Prinzip stimmt das so. Lass es jedoch nicht zur Besessenheit werden, so wie ich das getan habe.

Mit einem einzigen Mal ist es vermutlich auch bei Dir nicht getan. 
Aber ich rate Dir: Lausche in Dich hinein. Sei aufmerksam!
Wenn es anfängt, sich zwanghaft anzufühlen, dann kannst Du davon ausgehen, daß Du alles bearbeitet hast.
Wenn Du dann weiter „loslässt und erlaubst“, dann holst Du nur alles von neuem in Dein Leben.

Tagebucheintrag vom Donnerstag, 26.Januar 2006
Als ich heute beim Rendezvous saß, wollte ich schon wieder mit dem Erlauben anfangen – zum wiederholten Mal die Schatten-Potenziale etc..., da sagt es in mir plötzlich:
“hör auf damit ... hör auf damit ... (sehr eindringlich!)
hör auf, mit dem Kopf etwas herbeizwingen zu wollen ...
Öffne dich ...  Mach dich weit ... lass es fließen ... lass die Energien hineinfließen ... lass die Energien hinausfließen ... lass geschehen ..."

Immer wieder läuft es hinaus auf das „Lehn dich zurück und lass alles zu dir kommen“.
(Vielleicht erinnerst Du Dich? Das war das allererste, das jemals "zu mir durchkam"!!!! 
Ich hätte es so einfach haben können!)

Aber:
Vertrauen in sich selbst fassen dauert.
Es geht nicht von heute auf morgen.
Vielleicht ist es das Schwerste überhaupt! 

Wenn Du Bilder „siehst“ und sie Dir komisch vorkommen:
Macht doch nichts. Freu dich an ihnen.
Wenn Du Bilder sehen möchtest und es kommen keine und Du verzweifelst schon fast:
Hab Geduld. Lass die Vorstellungen los, wie es aussehen muß.
Ich weiß, das ist nicht leicht. Aber es geht.

Hab Geduld mit Dir und Mitgefühl. Schimpf Dich nicht für irgendwelche „Unzulänglichkeiten“. Aber wenn Du Dich mal schimpfst – das ist auch o.k.
Du bist o.k., genau so wie Du bist!
Lass Dir von niemandem etwas anderes einreden.

Achte auf Deine Träume.

Liebe Dich. Sorge für Dich.

Wenn Dir danach ist, wenn Dir alles zuviel wird und Du dich irgendwie abreagieren mußt, dann darfst Du auch unsere Familie hinter dem Schleier beschimpfen.
Jaaa! Tob’ Dich aus.
Die halten das aus!!
Es gibt keine Strafe!!
Ich glaube, die finden das sogar sehr interessant! Das gibt es dort nicht!

Haltet durch!
Nach jedem Wellental kommt ein Ritt auf dem Wellenkamm.

Für mich und für Euch wünsche ich mir, daß wir ab jetzt mehr Kämme als Täler in unserem Leben haben.
Dass wir es schaffen, nur noch von einem Kamm zum anderen zu springen.
Surfen – immer obenauf.

Nun, wir werden es ja sehen, was das neue Jahr uns bringen wird.


Ich umarme Euch.
Auf ins Jahr 2006
Eure Helga

 

 

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