New Energy Team Serie Schöpfer Sein, Channeling 7 20. August 2005 „Was ist der Christussamen?“ […] Jeshua: Hm … meine Freunde! Es ist wahrlich eine große Ehre, heute bei euch zu sein, hm. Lange ist es her … sehr lange … und ihr seid so weit gekommen … weiter, viel weiter, als ich es je gekommen bin … hm … so ein bewegender Moment … euch hier wieder zu treffen … hm… Wisst ihr, es gibt viele … viele auf eurer Welt, die sagen, dass ich durch ein Medium zu ihnen komme, durch sie spreche. Aber in Wirklichkeit ist es nur sehr selten der Fall, nur sehr selten … denn nicht viele haben Interesse an mir, hm, auch wenn das vermutet wird. Ich bin nicht Jesus. Mein Name ist einst, als ich auf der Welt war, Jeshua gewesen, oder Joshua oder Josua – Jeshua Bin Miriam, wie ich auf Hebräisch genannt wurde. Ja, ich bin Jeshua, aber ich bin nicht Jesus … nicht das, was aus mir gemacht wurde. Und so viele sind hier her gekommen in diese Stadt, in dieses Land, an diesen Ort [zum Weltjugendtag der katholischen Kirche 2005 in Köln] um nach Jesus zu suchen. Hm … hm … würde ich, hm … würde ich zu euch kommen, zurückkehren auf diese Welt, würde ich hier ein paar Türen eintreten. Ich würde wieder in die Tempel gehen und in die Kirchen, und ich würde das Gold von den Altären herunterreißen, von den Mächtigen, wie ich es dereinst getan habe. Hm … und ich würde wieder zu den Höchsten gehen eurer Kirchen und eurer Gemeinden, und sie als Lügner beschimpfen. Nein, ich bin nicht grundsätzlich böse auf alles, was sie getan haben. Doch ich bin meistens böse auf das, was sie in meinem Namen getan haben, was sie aus mir gemacht haben nach all dieser Zeit. Hm. Nein, ich bin nicht Jesus … nennt mich Jeshua. Hm. Ihr seid heute hier, alle, jeder einzelne von euch, weil ich euch erwartet habe. Es ist über 2000 Jahre her, da sind wir uns schon mal begegnet. Jeden einzelnen von euch kenne ich noch … hm … (sehr bewegt) und ja, es ist ein bewegendes Wiedersehen. Ihr seid erwachsen geworden, reif im energetischen Sinne. Und doch habt ihr euch eure Kindheit bewahrt. Ihr seid weiter gekommen, sehr viel weiter. Ihr wisst meist nichts mehr davon. Ihr seid eingekesselt in den Lügen und in den Geschichten und Märchen, die man euch erzählt hat über die lange Zeit. Ja, und gerade ich bin nicht einer von denen, die das so einfach vergeben würden. Und dennoch bin ich deswegen heute hier – wegen der Vergebung. Ihr alle, ihr Lieben, ihr alle (bewegt), tragt die Wut und den tiefen Hass noch in euch für all das, was man euch angetan hat, für alles, was geschehen ist, und vor allen Dingen dafür, dass man euch von Gott getrennt hat. Und die größte Trennung, die entstand, entstand nur durch die Lüge. In vielen Ländern ist es geschehen. In diesem Land geschah es durch die, die heute hier sind, die heute diese ganze Stadt, dieses ganze Land in Beschlag nehmen. Und ihr habt ihnen geglaubt, hm … ich auch dereinst, ich auch. Ich will euch erzählen, was geschehen ist damals, was wirklich geschehen ist. Ich will euch ein bisschen was von dem erzählen, von dem Leben, was ich wirklich geführt habe, und dem, worum es wirklich ging, und dem, was ihr getan habt. Erinnert euch, erinnert euch an die Zeit, an der wir zusammen waren, hm ... ihr wart meine große Hoffnung, ihr alle … hm… Ich wurde geboren von einer Frau, namens Miriam … und gezeugt mit einem Mann, namens Joseph. Hm, die von euch, die immer noch glauben, dass es eine Jungferngeburt gegeben hätte, möchte ich dabei darauf hinweisen, dass es so was nicht gab. Joseph passte nicht gut ins Konzept der damaligen Regierung. Aber Joseph war ein wundervoller Vater. Jeder von euch hätte sich einen solchen Vater gewünscht, jeder! Er war liebevoll und beschützend. Und er war vor allen Dingen kritisch, etwas, was man nicht gerade von der meisten Bevölkerung und von dem Stand der Menschen damals sagen konnte. Versteht ihr: In was für eine Welt wurde ich geboren, in was für eine Welt? Hm… Ich lebte in einem Land, damals es hieß Galiläa, in einem kleinen Ort in Nazareth. Dort war mein Vater Zimmermann, hm. Nun, in diesem Land regierten nicht die eigentlichen Herrscher des Landes, sondern eine Besetzermacht, eine Besatzung. Das Land wurde annektiert von der größten damaligen Macht, von den Römern. Und wenn ihr eine Vorstellung von dem kriegen wollt, wie die Besetzten darüber dachten, dann denkt mal an den heutigen Irak … die gleiche Situation, ganz genau die gleiche, eine Übermacht, die einfach das Land nahm. Sie haben sich alles genommen: unsere Frauen, unser Geld, unser Land. Sie haben unsere Tiere getötet, sie haben sich einfach alles genommen, was ihnen gerade gefiel. Aber das reichte ihnen nicht. Sie setzten für alle führenden Positionen bestimmte Leute ein. Einer von diesen bestimmten Leuten wurde der König unseres Landes. Sein Name war Herodes. Herodes wurde von den Römern eingesetzt, und er war ein grausamer Mann. Herodes reichte es nicht, dass man uns alles nahm. Er wollte den Willen und die Identität unseres Volkes brechen, hm… Und Pontius Pilatus, der Stadthalter, der römische, war die andere Seite, von der wir unterdrückt wurden. Er war ein ängstlicher Mann. Er hatte immer den römischen Kaiser im Nacken. Und wenn nicht genug bezahlt wurde, konnte das jederzeit bedeuten, dass sein Kopf rollte, hm… Aber die bei weitem unterdrückendste Macht, die es gab, waren die Juden. Die jüdische Religion war zu der damaligen Zeit nicht das gleiche wie heute. Sie war brutal. Tiere wurden geopfert, bei lebendigem Leibe wurde ihnen die Halsschlagader durchgeschnitten, und sie wurden ausgeblutet. Das nannte man „koscher“. Heute ist das immer noch so. In manchen Ländern legt man sogar noch Wert darauf, dass die Tiere lebendig sind. Nun, immerhin waren wir von den Menschenopfern weg … hm … die Hohepriester der damaligen Zeit zogen sich seidene Handschuhe über am Passahfest und wateten danach stundenlang in Opferblut bis zu den Knien … hm… Für die Juden gab es keine Frauen. Die Juden waren der Überzeugung das auserwählte Volk zu sein, von Moses aus Israel herausgeführt worden zu sein, weil sie von Gott auserwählt waren. Sie waren das „Gottesvolk“. Und auch jeder, der hinein wollte in die Diaspora, jeder, der Jude werden wollte zu der Zeit, musste Unmenschliches über sich ergehen lassen. Es war nicht so einfach, Jude zu werden – meistens unmöglich, wenn man nicht ganz besondere Beziehungen hatten. Jude zu sein zu dieser Zeit, war etwas für die Königsklasse, für die oberen Zehntausend. Alle anderen waren unrein und durften daher keinen Kontakt mit Gott aufnehmen. Das Volk schrie verzweifelt: Verzweiflung unter dem Joch der Römer, der Juden und eines grausamen Königs, der eingesetzt war von anderen. In diese Welt wurde ich hineingeboren, als armer Mann. Und ja, die Geschichte stimmt, die ihr alle erzählt bekommen habt: Herodes! Er hatte eine Wahrsagerin, die ihm prophezeite, dass er den Thron verlieren würde durch einen der Neugeborenen in jenem Monat, zu jener Zeit. Und jetzt stellt euch vor: Er hat Befehl gegeben in der Tat, alle neugeborenen Kinder zu töten, weil er nicht wusste welches Kind es sein würde. Und nun stellt euch vor, was diesem Volk widerfuhr an jenem Tag, der Schock saß tiefer, als alles was je gewesen war: Dem ganzen Volk wurden die erstgeborenen Söhne genommen… Hm, interessante Dynamik, denke ich heute, denn in Israel ist es schon mal passiert – nur mit den Ägyptern, da waren sie die Bösen. Die erstgeborenen Söhne waren damals getötet worden, angeblich aus Gottes Hand. Nun, es ist nicht ganz so gewesen, aber die Geschichte, die man erzählte, die Strafen, die für die Bösen waren – sie wurden jetzt plötzlich an den Guten verübt. Und das religiöse Empfinden eines ganzen Volkes geriet ins Wanken. Gott hatte sie verlassen! Gott hatte sie ins gelobte Land geführt und dann verlassen … hm… Die ganze Situation war haarsträubend … hm … und es heißt in der Bibel, dass Maria ein Engel warnte und Maria floh. Und das hat sie wirklich getan. Der Engel, von dem gesprochen wird, heißt in der echten Geschichte Joseph. Es war Josephs Weitsicht, zu fliehen und damit mein Leben zu retten. Hm, ja, ich bin in Bethlehem zur Welt gekommen, das stimmt. Und ich bin auch in einem Stall zur Welt gekommen. Niemand wollte riskieren, dass ich in einem Haus zur Welt kommen würde, wo man mich entdecken würde, wo man die Geburt entdecken würde. So wurde meine Geburt quasi wie die Geburt eines Tieres getarnt – und schenkte mir damit das Leben. Die Geschichte stimmt. Nun gut, mit der Zeit wurden die Geschichten immer bunter … ein Stern von Bethlehem soll aufgegangen sein und Kaspar, Melchior und Balthasar … diese Geschichte habe ich in den letzten Tagen hier an allen Ecken gehört [Im Kölner Dom befinden sich angeblich Reliquien der Heiligen Drei Könige]. Sie ist eine Lüge, sie ist einfach gelogen. Es waren da keine heiligen drei Könige. Und ganz ehrlich: Ich war ein ganz normales kleines Kind, ein Junge wie jeder andere auch. Und nein, ich habe nicht die Hand mit Zeichen gen Himmel gehoben. Ich hatte keine Heiligenscheine um mich herum. Ich war ein Mensch! Ich war inkarniert in Fleisch – Mensch, ganz und gar, wie jeder von euch. Und ich habe auch geschrien, als man mir auf den Hintern geklapst hat, und ich sagte nicht: Seid gesegnet! Nein ihr Lieben, so war es nicht. Wisst ihr, meine Freunde, alle diese Märchen erstanden erst viel, viel später, viel später. Nun, aber wisst ihr, was ich schon war? Ich war eine altertümliche Variation eures heutigen Harry Potter. Ich war der, der überlebte. Ich war wirklich der, der überlebte. Denn es gab vielleicht noch zwei Kinder, die diesen grauenvollen Tag überlebt haben – und einer von ihnen war ich. Das gab vielen Menschen allein schon zu denken … hm … (sehr bewegt) Gott hatte mich leben lassen. Hunderte andere Kinder waren gestorben – aber mich hatte Gott leben lassen! Da musste doch etwas Besonderes an mir sein! Ich wuchs auf in Nazareth. Nach einiger Zeit trauten wir uns wieder nach Hause. Nun, mein Alter wurde etwas mehr, man verkündete meine Geburt zu einer anderen Zeit – dadurch auch das Durcheinander mit dem Jahre Null, denn ihr seid nicht wirklich im Jahre 2005 nach Christi Geburt – aber wie auch immer. Ich wurde versteckt. Nach einiger Zeit wurde ich dann präsentiert als die Neugeburt. Nun, niemand schockte das wirklich. Die, unter denen ich lebte, hatten nichts gegen mich. Ganz im Gegenteil: Sie sahen mich als etwas Besonderes an. Denn sie hatten immer im Hinterkopf, dass Gott mich hatte leben lassen. Und die anderen erfuhren nie etwas davon. Und so lebte ich dort und wuchs auf bei Joseph und Maria … oh, ich hatte noch einige Geschwister, noch einige. Und der Bekannteste ist Jacobus gewesen. Er hat später in den Gemeinden wichtige Aufgaben übernommen. Nun, ich lebte in einer behüteten Familie, soweit es in einem solchen Lande geht. Wir waren arm, knochenarm, so arm, wie es sich kaum einer von euch hier vorstellen kann in eurem heutigen Leben. Es hat Leben gegeben, in denen ihr auch so arm wart – zum Beispiel das Leben, das ihr mit mir zusammen geführt habt. Wir lebten damals Tür an Tür … hm … wir lebten direkt nebeneinander um die Gasse, und wir spielten mit dem, was wir hatten: mit Steinen, mit den Tieren, aber vor allen Dingen mit uns. Wir spielten miteinander. Du (an eine Keysha gerichtet) warst meine Nachbarin … zu jedem von euch könnte ich kommen. Wir waren zusammen dort. Und wir verstanden uns gut, lange Zeit. Ja natürlich, wir haben uns auch die Köpfe eingeschlagen. Wir waren Kinder. Und mich … mich haben die Dinge immer etwas anders bewegt, weil ihr mich immer anders behandelt habt. Ihr habt nie vergessen, dass ich das Kind war, das den Tag überlebt hat – DEN einen Tag. Und immer wieder kam die Frage auf: Warum hatte Gott das geschehen lassen? Nun, diese Frage wurde von den Erwachsenen forciert. Aber von uns wurde sie immer wieder ausdiskutiert. Hm. Das war verboten! Es war verboten, sich zu treffen in größeren Menschenmassen. Das hatte seine Gründe, denn wenn sich viele Menschen versammelten, war das den Römern ein Gräuel. Das lag vor allen Dingen daran, dass so etwas immer in einem Blutbad endete. Es war völlig Wurst, worum es ging. Spätestens ab hundert oder zweihundert Personen zusammen kamen die Römer und lösten es auf. Und immer endete das in einem Blutbad. Deswegen gaben die Römer tunlichst darauf Acht, dass man sich nicht traf. Nun, wir haben beieinander gewohnt, wir haben miteinander gespielt, wir sind miteinander aufgewachsen. Erinnert ihr euch noch an Nazareth? Die kleine heiße Stadt, tagsüber so heiß und abends so kühl … in der Mitte ein paar Häuser und drum herum doch nur Hüten ... erinnert ihr euch vielleicht noch an den Geruch … hm … an die Tiere … Nazareth bestand zu großen Teilen aus Tieren … und dann, drum herum, Wüste und ein paar Höhlen … unsere Höhlen … Höhlen, in denen wir uns getroffen haben … in denen wir diskutiert haben … in denen wir uns fragten, was Gott mit uns vorhat … was wir tun sollen. Oh, wir waren wahrlich Ketzer! Denn wir vermuteten, dass wir von Gott berufen wären. Zumindest ich war berufen, denn Gott hatte etwas mit mir vor. Nun, das hätten wir besser nicht so laut gesagt, weder der Priesterschaft, noch den Römern. Und so trafen wir uns heimlich. Manchmal kamen die Leute von Fern. Wir trafen uns in den Höhlen. Und vor den Höhlen waren die Schafe und die Hirten. Sie waren die beste Wache, die man sich vorstellen konnte. Denn sobald jemand in der Nähe auftauchte, begannen die Schafe zu blöken, hm, und wir wussten, dass was nicht stimmt. Wir hatten immer Höhlen mit mehreren Ausgängen, die an den exotischsten Orten auskamen. Und dort trafen wir uns. Wir sprachen über das, was Gott wirklich will. Und wir haben vieles ausprobiert. Am Tag über arbeiteten wir dort, wo wir arbeiten mussten. Oh, ich war durchaus nicht so androgyn, hager und blass, wie ich auf euren Darstellungen immer wieder dargestellt werde. Nein, ich war … ich war ein Araber. Ich hatte eine große Hakennase. Und ich war sehr kräftig, denn ich arbeitete als Zimmermann an der Säge meines Vaters, den ganzen Tag. Mit dreizehn war man volljährig zu dieser Zeit, und man musste im Haus helfen und arbeiten. Das kommt euch heute sicherlich sehr früh vor, aber was soll ich euch sagen … ich hatte eine Kindheit! Die meisten von euch hatten das nicht. Es spielt keine Rolle, überhaupt keine Rolle, ob ihr mit dreizehn oder mit einundzwanzig oder mit achtzehn volljährig werdet – wichtig ist nur, dass ihr eine Kindheit hattet. Und die meisten von euch leben ohne. Heute noch. Es war kein Problem für mich, mit dreizehn arbeiten zu gehen, meinem Vater zu helfen. Nein, Josef war ein Spaß! Josef war ein lustiger Mann. Es hat sehr viel Freude gemacht, mit ihm zu arbeiten. Selbst die schwierigsten Aufgaben. Man half sich. Wir alle haben einander geholfen. Wenn immer etwas zu machen war, waren viele dabei. Nun, die Zeit der römischen Herrschaft dauerte an … lange, lange, lange Zeit. Und wir alle lernten nichts anderes kennen, als Unterdrückung. Und Wut baute sich auf in unserem ganzen Volk. Wir vertrauten niemandem mehr, schon gar nicht den Juden. Obwohl wir selbst Juden waren, trauten wir dem Braten nicht mehr. Es konnte nicht sein, dass Gott so etwas wollte! Und immer noch war die Frage: Was hatte Gott mit mir vor? Hm. Er hatte was mit mir vor. Aber er hatte etwas mit euch allen vor. Hm. Viele, viele Jahre trafen wir uns in den Höhlen schon. Einige von euch haben dafür ihr Leben gelassen. Diese Höhlen waren berüchtigt. Nach einiger Zeit waren sie sehr berüchtigt. Wir haben alles dort getan, was man als Jude nicht tun durfte. Wir haben über Gott so geredet, als wären wir es selbst, als könnten wir selbst mit ihm kommunizieren. Wir waren wild, wir haben getrunken. Wir haben Schweinefleisch gegessen, unkoscheres Essen zu uns genommen. Wir wollten herausfinden, ob es sein kann, dass Gott uns dafür bestraft. Aber wisst ihr, eigentlich wurde es deswegen nicht schlimmer. Wir fragten uns nach einiger Zeit: „Jetzt haben wir gesündigt, wo ist Gottes Strafe? Vielleicht ist es dann wenigstens vorbei?“ Wir wollten wissen, ob Gott es wirklich tun würde, ob er uns strafen würde. Und wir haben alles gemacht… Oh, eine große Sünde war: Ein großer Teil derer, die sich trafen dort, waren Frauen. Schon allein das war eine große Sünde! Frauen durften die Tempel nicht betreten. Frauen waren unrein. Aber bei uns haben die Frauen den Ort nicht nur betreten, manchmal gingen sie auch wieder heraus … hm, mit jemand anderem unterm Arm. Oh ja, wir hatten so die altertümliche Version eurer 70er Jahre … hm. Wir wollten wissen, ob Gott uns dafür strafen würde. Schön wie die Sünde waren diese Zeiten. Und in den Augen der meisten war es Sünde. Wir haben uns geliebt. Denn wir waren auf einem ganz anderen Niveau, und es ging uns um ganz andere Dinge. Erinnert ihr euch? (Zu einer Keysha) Weißt du noch, wie du in meinen Armen gelegen hast? … Ja, und auch ich kann nicht behaupten, dass ich ein Kostverächter gewesen wäre. Ihr Frauen seid so wundervoll … ihr Männer auch… Aus den fernen Landen, aus Griechenland zum Beispiel kamen ab und an Gäste, die uns Ideen aus anderen Ländern nahe brachten. Oh, die Griechen hatten kein Problem mit Homosexualität, überhaupt nicht! Wir auch nicht, nach einiger Zeit. Wir merkten irgendwann, dass Gott uns für alles, was wir taten, nicht bestrafte. Das einzige, was passierte, war, dass es etwas gab, was unser Leben lebenswert machte. Es gab da etwas, was paradiesisch war, was schön war. Es gab da etwas, was Liebe war. Und mehr und mehr wurden wir darin bestärkt, dass das, was uns erzählt wurde, wenn wir in die Synagoge gingen, eine Lüge war. Es war gelogen. Wir brauchten keine Priester. Wir brauchten niemanden, der uns sagt, was Gott von uns will. Wir haben es ausprobiert, Hm. Wir haben es immer wieder ausprobiert. Und wir kamen mit uns selbst besser zurecht, als mit irgendeiner Religion. Hm. So ist es noch heute. Nun, meine Freunde, die Zeit ging dahin, und ich war fast schon dreißig. Das war ein Alter, das viele nicht überlebten. Ich war also schon ein alter Mann. Da wurde unser jüngstes Kind in der Familie dreizehn, hm, und durfte jetzt mitarbeiten im Haus, aber konnte auf sich selbst achten. Und für mich war nun die Möglichkeit gekommen, die Zeit gekommen, mich vom Hause zu verabschieden. Ich tat das nicht deswegen, weil ich nicht gerne zu Hause war. Aber ich wollte wissen, ob es mehr gibt in der Welt. Und wir, wir alle wollten das. Ich war nicht der einzige. Hm. Wir trafen uns wieder einmal an einem Abend, dem Abend, an dem du (an eine Keysha gerichtet) in meinen Armen lagst. Hm. Und du sagtest zu mir: „Weißt du Jeshua, wollen wir morgen zu diesem Prediger gehen?“ Und ich sagte: „Was für ein Prediger? Schon wieder einer?“ – Zu der damaligen Zeit standen an allen Ecken Prediger. Sie erzählten, dass Elia zurückkommen würde, der Prophet, und dass er die Römer mit dem Schwert davonjagen würde. Gott würde noch einmal einschreiten, wie er damals bei Moses eingeschritten ist. Alle hatten das Gefühl, es musste etwas passieren. Und an jeder Ecke, an jeder Ecke standen Propheten und erzählten: „Ja, die Römer werden vernichtet werden, und die Heuchler. Gott kann das nicht zulassen.“ Und ich sagte dir: „Weißt du, eigentlich habe ich keine Lust. In den letzten Monaten haben wir so viele Prediger auf den Straßen gehört. Wieder einer?“ Und du sagtest mir: „Hm, dieser Prediger kommt von sehr weit weg – von sehr weit weg. Und er soll anders, er soll groß sein. Er soll ein wahrer Prophet sein.“ Ha, wir haben fast drei Stunden diskutiert, ehe ich mich darauf eingelassen habe. Aber dass ich es getan habe, veränderte alles. Jetzt, ihr Lieben, verwandelte sich alles. Denn der magische Moment kam erst, als ich dieses Alter erreicht hatte. Am nächsten Tag machten wir uns auf – natürlich alle getrennt. Wir konnten nicht den Eindruck erwecken, dass wir uns zu gut kannten. Nach und nach fanden wir uns ein, bis zu einer gefährlichen großen Gruppe, die sich diesen Prediger anhören wollte. Es war etwas außerhalb, am See Genezareth. Dort haben wir uns getroffen, um den Prediger zu hören. Sein Name war Johannes, den ihr später „den Täufer“ nanntet. Hm. Johannes war ein unglaublicher Mann, jemand, der mich sehr tief beeindruckt hatte, schon damals. Er war hager, hatte einen langen, zotteligen Bart und sah so aus, als hätte er sich Monate nicht gewaschen. Man konnte seine Knochen sehr genau erkennen, sogar seine Sehnen waren zu sehen. Man fragte sich, wie es diesem Mann möglich war, überhaupt sich zu bewegen. Er war dennoch sehr gut darin. Er saß auf einem Stein und hatte die Knöchel der Füße auf beide Knie gelegt, hm… Er war ruhig und sehr gelassen. Und als sich alle versammelten, begann er zu sprechen, leise und doch sehr bestimmt. Er sprach auf eine sehr milde Art und Weise. Hm. Und als er anfing, über Gott zu sprechen, sah ich, wie in den Augen (den Tränen nahe) vieler von euch, die ihr dort wart, die Tränen kamen. Er sagte nicht, Elia würde kommen und die Römer vertreiben. Er sagte nichts davon, dass jemand das auserwählte Volk wäre. Er sagte nur, dass Gott uns liebt Er sagte, dass Gott auf uns zählt. Er sagte, dass Gott alles mitkriegt, was geschieht. Und er sagte (sehr bewegt), dass wir keine Sünder sind… Oh, er hatte bei uns den Nerv getroffen. Wir haben es alles ausprobiert, aber er hat uns nicht verurteilt. Er hat gesagt: Gott ist bei uns. Und er sagte, wir würden das sehr bald sehen. Er sagte, wir sollten uns nicht weiter erzählen lassen, dass wir Sünder sind. Und niemand hätte das Recht, uns zu unterdrücken oder uns als unrein zu bezeichnen. Niemand hätte das Recht, uns zu verbieten, Kontakt mit Gott aufzunehmen. Niemand. Und er sagte, dass Gott in unserem Herzen lebt. Wir brauchen keine Tempel, und wir brauchen keine Opfer. Wir brauchen keine Priester und niemand, der uns sagt, was wir zu tun oder zu lassen haben. Johannes hat damit in ein Wespennest gestochen. Hm. Aber bei allem, was er sagte, waren es nicht die Worte, die uns bewegten. Er öffnete nur den Mund, und es war, als würden die Engel (sehr bewegt) selbst zu uns herabsteigen. Es war, als würden Lichter um uns auftauchen und als würden die Engel Gottes Platz nehmen – mitten unter uns, als würden sie uns – so wie es hier ist bei euch – die Hände auf die Schulter legen und unser Herz berühren. Niemand von uns hatte das je zuvor erlebt. Und niemand von uns hatte es auch nur für möglich gehalten, hm ... ja, erinnert ihr euch … fühlt es noch, noch heute … noch heute erlebt ihr dieses Gefühl … wir haben das erste Mal Kontakt aufgenommen mit unserem Zuhause… Nun, am Ende seiner Rede sprach Johannes zu uns und sagte: „Seht, ihr könnt alles verlassen. Ihr könnt euch loslösen von all dem, was euch gesagt wurde, was euch gelehrt wurde, und was euch an Schuld auferlegt wurde. Löst euch von der Erbsünde. Löst euch von dieser Geschichte. Ich selbst werde mit euch in den Fluss gehen und alles abwaschen, was euch zurückhält, glücklich und frei zu sein und Kinder Gottes, die ihr in Wahrheit seid.“ Hm, es kam ein Gedränge. Wir alle stürzten uns quasi auf ihn. Wollten von ihm gereinigt werden. Ja. Und Johannes nahm jeden einzelnen von uns, sah ihm in die Augen und tauchte uns ins Wasser. Oh, ich habe viele Gesichter gesehen: Keines war das gleiche, keines war das Gleiche, nachdem es aus diesem Wasser hervorgegangen war. Es war eine tiefe Stille danach … Und als Johannes aus dem Fluss zurückkam, sagte er: „Nun probiert es aus. Ob ihr mir glaubt, oder nicht: Sprecht mit Gott! Nehmt euch eure eigene Zeit! Geht nicht in die Tempel und betet! Sprecht selbst mit Gott! Sprecht mit ihm! Und lasst nicht locker! Er wird euch antworten.“ Wir gingen sehr, sehr, sehr bewegt nach Hause nach diesem Tag. Und da ich nun frei von dieser Familie, beschloss ich, das auszuprobieren. Hm. Ich wollte wissen, ob Gott mit mir reden würde. Hm, warum nicht? Gott hatte mich leben lassen! Vielleicht würde er sogar mit mir reden. Ich machte mich auf von Zuhause, und ich verabschiedete mich für eine Weile von meinen Geschwistern und meinen Eltern. Hm. Und ich ging in die Wüste. Ich wollte abgeschlossen sein, abgeschieden von allem, was mich ablenken könnte, von all dem Lügen, dem alltäglichen Hin und Her. Und dann saß ich da und wartete… Jeden Morgen sprach ich an. Ich sagte: „Vater! Warum sprichst du nicht mit mir? Habe ich doch zu viel gesündigt? War es falsch, was wir getan haben? Aber warum hast du es uns nicht gesagt? Warum unterdrückst du uns? Warum lässt du zu, dass die Römer uns alles nehmen, was wir haben? – Und es kam keine Antwort. Aber ich blieb hartnäckig. 36 Tage habe ich in der Wüste verbracht. 36. Ich weiß, am Ende war ich in einem Delirium. Die Kälte der Nacht … die Hitze des Tages … der Mangel an Wasser und an Nahrung … ich war besinnungslos nach einiger Zeit. Und als ich es schon aufgeben wollte, beschlich mich eine Ahnung, ein seltsames Gefühl, ein Gefühl, das mir sagte, dass ich an der falschen Stelle suchte… Ich ging nach innen. Das Außen konnte ich sowieso kaum noch sehen, hm. Und ich sagte: „Vater, antworte mir, bevor ich sterbe!“ Und er antwortete (bewegt) … aus meinem Herzen. In mir war ein Licht … etwas, was so unbeschreiblich ist… Ich fand die Kraft aufzustehen. Ich fühlte dieses Gefühl wieder, das wir bei Johannes gehabt haben – aber viel stärker! Es war etwas so unbegreiflich Schönes, das da in mir selbst lag! Und ich fand die Kraft und stand auf und ging hinaus aus der Höhle und sah in die Wüste. Es war Nacht. Aber da war keine Wüste mehr … Ich kann nicht sagen, was es war. Da waren Farben. Es war etwas ganz anderes. Es war die Energie der Welt, die ich sah. Und ich blickte an mir herunter, und ich sah meinen Körper nicht mehr … ich sah nur Energie … ein Spiel von Farben … und Mustern … etwas so unbegreiflich Schönes … und ich fragte in mich hinein: Ist dies das Paradies? Im gleichen Moment wusste ich: Nein, es ist die Welt, in der du lebst … so, wie sie ist, wenn du die Wahrheit siehst … Ich habe mehrere Tage gebraucht, um die Welt wieder wahrzunehmen, wie ich sie vorher wahrgenommen habe… Ich wollte nicht gehen. Ich weiß, ich hätte gehen können. Aber ich wollte nicht gehen. Ich wollte, dass ihr alle seht! Ihr alle! Ich will es heute noch. Ich will, dass ihr alles seht! Dass ihr seht, was diese Welt wirklich ist… Mit diesem Eindruck bin ich aus der Wüste zurückgekommen. Ha, ich war in einem Delirium. Ich konnte kaum gehen. Ein paar Wanderer lasen mich an der Straße auf. Ich hatte kaum mehr Kraft. Dann geschah etwas Eigenartiges: Ein Mann kam entlang des Weges mit ein paar anderen. Und ich wusste, dass dieser Mann gekommen war, um mir zu schaden. Sein Name war Saul. Saul war ein Pharisäer, ein sehr junger und eifriger Pharisäer. Pharisäer der damaligen Zeit waren die schlimmsten Juden. Sie hatten sich zur Aufgabe gemacht, nach allen 613 Regeln der Thora zu leben – mit allen Konsequenzen. Und sie waren damit die reinsten Thora-Anhänger, die es gab. Sie duldeten keine Kompromisse. Sie waren eine Abspaltung der Juden, sehr extrem. Daher wurden sie von der Religion sehr geachtet, aber für das Volk waren sie ein Albtraum. Saul war geschickt worden, hm, aus seiner Gemeinde, weil erfahren hatte, dass wir uns trafen. Er hatte herausgefunden, dass es diese Treffen gab. Und seine Aufgabe war es, das zu unterbinden, uns anzuschwärzen bei den Römern, damit unsere Treffen nicht mehr stattfinden konnten. Ha … und als er auf mich zukam, da sah ich aber nicht das. Ich sah nicht den Verrat darin, ich sah nicht die Bosheit darin. Ich sah nicht das Ergebnis, dass die verratenen Freunde, die ich hatte, bei den Römern getötet werden würden. Alles, was ich sah, war ein Spiel aus Licht, aus Energie, aus Schönheit… Für jeden Anderen wäre Saul der fleischgewordene Teufel gewesen. Aber ich ging zu ihm hin. Ich umarmte ihn und sagte zu ihm: „Saul was suchst du mich? Ich bin der, den du suchst.“ Und ihm passierte das Gleiche wie uns, hm: (sehr bewegt) … Es brauchte nur wenige Sekunden und eine Berührung, und Saul brach in sich zusammen. Hm, … und er sagte: „Es kann nicht richtig sein, was ich tue“. Ja, ihr kennt die Geschichte: Saulus wandelte sich zum Paul, und er wurde zu einem der größten Verfechter des damaligen Christentums. Saul ging zurück zu seiner Gemeinde und sagte: „Hm … alles kleine Leute. Sie bezahlen ihre Steuern. Da geht keine Gefahr von aus.“ Und ihm haben wir es zu verdanken, dass wir nicht schon damals ausgerottet wurden, vollständig. Hm … und ihm haben wir es auch zu verdanken, dass ich in dem folgenden Jahr herumziehen konnte und den Menschen berichten konnte, ohne allzu sehr behelligt zu werden. Saul wurde zum Fürsprecher von uns. Durch seine Hilfe war es uns möglich, unsere Botschaft weiter zu bringen. Hm… Das habe ich circa ein Jahr lang getan, ein Jahr … nur ein einziges Jahr … und ihr habt es über die Jahrhunderte getan. Ich bin ein Mal gekreuzigt worden (zu Tränen gerührt) – ihr wurdet Hunderte Mal getötet. Für was? Für was? Für das, was ihr gesehen habt. Für das, was ihr gesehen habt. Ihr habt die Wahrheit gesehen… Wir waren zusammen, oft. Und auch nachdem ich all dies gesehen hatte, nachdem ich die Wahrheit gesehen hatte, bin ich zu euch gekommen. Und ich hab euch begeistert erzählt von dem, was da wirklich ist: von der Schönheit, die in jedem von euch wirklich steckt. Ha … ihr habt mir zuerst nicht geglaubt. Ihr dachtet, ich wäre im Wahn… Aber dann passierten seltsame Dinge. Da war ein blinder Mann am Wege. Er bettelte, und es ging ihm offensichtlich nicht sehr gut. Ich wollte ihm eine Münze geben und sprach mit ihm. Und als ich ihn betrachtete, sah ich wieder dieses wunderschöne Leuchten, dieses göttliche Strahlen. Ich nahm ihn in den Arm … ich weiß nicht wie lange, doch als ich ihn wieder losließ, konnte er wieder sehen. Ich weiß nicht warum, irgendetwas geschah in diesem Moment. Das, was wirklich in uns ist, verband sich und heilte. Ich war sehr überrascht, und ich begann, es auszuprobieren. Ich ging zu anderen, die litten. Ich nahm sie in den Arm und legte ihnen die Hände auf. Und auf einmal fiel die Krankheit von ihnen ab... Oh, ich versuchte es herauszufordern, zu provozieren. Ja! Es bedeutete, Gott zu versuchen, hm: Ich ging zu den Toten, ich ging zu den Leprakranken, zu den Schlimmsten, zu denen, die ganz, ganz weit unten waren. Aber als ich in ihre Augen blickte, sah ich nicht die faule Haut. Ich sah den Engel. Ich nahm ihn in den Arm … und der Aussatz fiel von ihnen ab. Oh, ich wurde sehr verehrt … aber in Wirklichkeit verehrte ich euch. Ich war es, der euch verehrt hat, euch alle. Ja, viele von euch waren krank und trugen große Last. Aber ihr wart hier, und das war das Bedeutendste von Allem. Ich ging hinaus zu euch. Ich reichte euch die Hand, und ich sagte euch immer wieder: „Euer Glaube hat euch geholfen.“ Oh … hört ihr das noch in euren Ohren? „Dein Glaube hat dir geholfen.“ Wie oft habt ihr daran herum gerätselt, was ich damit wohl gemeint haben mag! Saul hat uns lange geholfen. Er hat lange dafür gesorgt, dass alles das, was wir taten, nicht zur Katastrophe führte, hm… Aber eines Tages führte es dazu. Ja, ihr wisst, ich wurde gefangen genommen, und ich wurde ans Kreuz geschlagen. Diese Geschichte stimmt. Aber als ich am Kreuz war, habe ich nichts gespürt. Da war kein Schmerz. Man sagt, ich hätte nicht geschrien. Ich habe nicht geschrien – ich war wie betäubt. Ich spürte meinen Körper nicht. Ich stand neben mir. Ich sprach mit Gott. Vor mir, an diesem Kreuz, saht ihr alle nur Blut, Gewalt und Tod. Ihr alle saht die Verbrecher, die dort schon gekreuzigt worden waren, die schrecklichen Verwundungen und die Schmerzen. Aber ich sah etwas ganz anderes: Ich stand in einem Lichtermeer von Hunderten von Engeln… … ich hab euch gesehen … (sehr ergriffen) ihr wart alle so verzweifelt … und dabei doch so unglaublich erhaben schön. Ihr wusstet, dass eine Aufgabe jetzt auf euch zukommen würde, dass das, was ihr erfahren hattet, nicht untergeht, denn ihr alle hattet gesehen. Ihr alle habt es gesehen. Ihr alle habt die Wahrheit gesehen, die Schönheit. Die Schönheit, die ihr auch glaubtet, im Bösen niemals finden zu können – ihr habt sie alle gesehen! Ihr habt Folterer gesehen, die doch aus einem Kranz von Licht waren. Ihr habt Römer gesehen; ihr habt Kranke gesehen, Leprakranke; ihr habt gesehen, in welchem Strahlen sie erleuchten. Ihr alle habt die Wahrheit gesehen. Und es war an euch, den Menschen das zu zeigen. Und es ist eine harte Aufgabe gewesen, über die Jahrhunderte. Oh, immer wieder hat man euch verfolgt … immer die, die immer wieder getötet wurden (atmet tief) … aber ihr habt nicht aufgegeben … hm … Ich lag fast drei Tage in einem Sarg, im Koma sozusagen, in einem Zustand, in dem ich nicht tot und nicht lebendig war. Diese Zeit brauchte mein Körper, um sich wieder einigermaßen regenerieren zu können. Als ich erwachte, stand ich wieder auf und saß im Dunkeln – aber nur mit meinen materiellen Augen gesehen. Um mich herum war überall Licht. Die Steine waren … weich … die Welt, die ich sah, war voller Energie … voller Schönheit ... ha, was für ein Anblick! Ich verließ diesen Sarg, hm, und ich hab ein paar von euch getroffen, auf meinem Weg. Mit einigen meiner Freunde beschloss ich dann zu gehen, das Land zu verlassen und euch zurück zu lassen, um den Menschen nahe zu bringen, was ich euch erzählt hab, und was ihr gesehen habt. Ich ging weit fort. Ich suchte nach jemandem, der so weit war wie ich. Der erste, der mir da einfiel, war Johannes. Ich versuchte, Johannes zu finden. Und ich fand heraus, dass er aus Asien kam, aus einem Ort in eurem heutigen Bhutan. Dort bin ich hingereist. Ich habe vieles auf dieser Reise erfahren. Es gab Menschen wie mich: überall auf der Welt; wie ihr: überall auf der Welt! In allen möglichen Kulturen sind sie auf die Welt gekommen. Die Wahrheit kann nicht für immer verschleiert werden. Und es gab einige, die sogar darauf aufpassten. Es war ihre Aufgabe. Sie standen über die ganze Welt verbunden immer in Kontakt. Es war ihre Aufgabe, die Energien bereitzustellen, dass die Menschheit die Wahrheit sieht und erfährt, die Schönheit. Ihr seid nicht aus dem Paradies herausgeflogen, weil ihr vom Baum der Erkenntnis gegessen habt. Ihr habt nur das Paradies vergessen. Gott ist in euch, in euren Herzen, (sehr sanft) und das Paradies … auch. Es gibt nichts, was euch unmöglich ist. Nichts. Nachdem ich diese Welt endlich verlassen hatte, bin ich bis heute nicht wieder auf diese Welt gekommen: zu schwer, zu stur, zu gläubig … zu religiös. Und doch, im Auge des Sturms finde ich euch wieder. Um uns herum: Energie, schwer, religiös, stur; mit Priestern, mit Gewalt, mit Lügen, hm. Und hier, im Auge des Sturms, finde ich den Samen, den Christussamen. Oh ja, ihr habt euch alle gefragt: „Was ist dieser Christussamen?“ Hm, was ist dieser Christussamen eigentlich? Ihr spürt es ja. Aber was ist das? Hm, das Christusbewusstsein ist das, worum es geht, worum alles geht. Denn das Christusbewusstsein hat der, der gesehen hat. Als ich zum Christus wurde – von Jeshua Bin Joseph, dem einfachen Zimmermannssohn, zum Christus – da wurde ich das deshalb, weil ich die Wahrheit gesehen hatte. Kein anderer Grund. Weil ich euch alle in eurer wahren Gestalt sehen konnte, in dem, was ihr wirklich seid. So wie ihr es auch könnt. Jeder von euch. Hm. Und weil ich das kann, sehe ich die Welt anders. Das Bewusstsein ist anders. Es ist das Bewusstsein eines Christus, eines Erlösers. Ihr habt ein freies Bewusstsein. Ich könnte auch sagen, es ist das Christus- oder das Buddha-Bewusstsein. Es ist eine andere Bezeichnung dafür. Und wie erreicht ihr das? Indem ihr die Wahrheit seht. Ihr alle habt sie schon gesehen. Deswegen seid ihr hier. Deswegen bin ich heute hier. Ihr alle habt die Wahrheit schon einmal gesehen. Aber es kam nicht darauf an, dass ihr die Wahrheit seht. Es kam darauf an, dass ihr sie zu den Menschen bringt, die sie noch nicht gesehen haben. Bis zum heutigen Tag (sehr bewegt) habt ihr das in jeder eurer Inkarnationen getan. Ja, ich bin einmal gestorben, ihr seid es Hunderte Male. Wem gebührt hier die Ehre? Ihr seid die ganzen schweren Zeiten durchgegangen, bis heute, bis jetzt, wo ihr an diesem Punkt sitzt. Und ich sehe in euch das Leuchten … schöner als je zuvor … goldener … noch strahlender … das Licht, das ihr auch in der tiefsten Dunkelheit habt empor halten können ... ja, ihr seid wahrlich Schöpfer, meine Freunde. Dereinst war ich ein zorniger Mann in einer unterdrückten Welt. Doch heute sehe ich die Wahrheit. Und ich sehe euch. Und ich weiß: Ihr werdet niemals aufgeben, bis nicht die gesamte Menschheit die Wahrheit gesehen hat. Nie hat man sich auf jemand so verlassen können. Das ist der Christussamen, den ihr in euch tragt: das Wissen um die Wahrheit, das Gefühl der reinen Liebe. Das Paradies ist hier, hier, in eurem Herzen. Das ist der Christussamen, den ihr weiterbringt zu allen anderen Menschen, bis eines Tages die ganze Welt die Wahrheit sehen kann. Hm, ihr erschafft das Paradies auf Erden, wenn es auch nicht so ist, wie ihr immer geglaubt habt, ohne Krieg, ohne Gewalt und ohne Tod, ohne Opfer und ohne, dass ihr euch bei Gott lieb Kind machen müsstet… Ich liebe euch, meine Freunde… Danke. Ich bin immer bei euch. |