Home
Willkommen
Wie alles begann
Danke
Neues
BLOG
Bücher/Musik/Filme
Das Buch
Tagebuch 2004/2005
Dies und Das
Textsammlung I
Textsammlung II
Textsammlung III
Links
Gästebuch
Impressum/Kontakt
Meine Malstube
Inhaltsverzeichnis

 Tobias

                                                                                                                                                                        

The Crimson Circle

MIDSUMMER NEW ENERGY CONFERENCE 2009
Samstag, 18. Juli 2009

Channel 3 - Kuthumi

[…]


Ich möchte jetzt ein bisschen über unseren lieben Freund Tobias sprechen und ein paar Dinge erklären, über die er nie gesprochen hat. Wir betätigen hier unsere energetische "Gangschaltung", also habt Geduld mit uns, und wir haben Geduld mit euch, während ihr die eure betätigt.

(Pause)

Unser lieber Freund Tobias, der in diesem Moment der Geburt so nahe ist, seiner Wiedergeburt auf der Erde, ist sehr beschäftigt, sogar in diesem Moment, sodass kaum etwas von seiner Energie hier anwesend ist – denn morgen wird er sich ver-körpern, wieder auf der Erde sein, den Weg mit euch gehen, mit euch teilen und sicherlich mit euch die Vorstellungskraft feiern.

Lasst mich euch ein wenig über ihn erzählen. Jeder einzelne von euch hier, jeder, der sich mit uns hier verbindet, hat Tobias in der Vergangenheit gekannt. Ihr habt Erdenleben mit ihm verbracht, in den Zeiten von Lemuria und Atlantis und sogar noch davor, in den Engelwelten. Tobias ist für keinen von uns ein Fremder.

In der Endzeit von Atlantis hatte Tobias einen Namen, tatsächlich war es eher so etwas wie ein Titel, und dieser Name war Mior (in der englischen Transkription "Muir" geschrieben, der englischen Aussprache wegen). Mior. Das war nicht sein Vorname, nicht sein Geburtsname, sondern es war eher sein Titel, und er bedeutete, in euren heutigen Begriffen, Lord oder Erhabener – kein Lord, den man anbeten muss ("Lord" ist im Englischen nicht nur ein Adeligen-Titel, sondern auch ein Ausdruck für Gott, gewissermaßen der "Name des Herrn"), sondern ein Lord im Sinne von Der Große, Der Weise, Der Hochentwickelte.

Tobias' Liebe war in ganz Atlantis bekannt, seine Gelehrtheit in puncto Wissenschaft, Spirit und Menschlichkeit war so groß, dass Menschen aus ganz Atlantis zu ihm kamen, und auch jene, die mit ihm arbeiteten –  das wart ihr – und um Zuspruch, Rat und Heilung baten.

Und ja, es war Tobias als Mior, der so viele, die sich heute Shaumbra nennen, beim Auszug aus einem Teilgebiet von Atlantis in die Tempel von Tien anführte.

Und es war Tobias, der uns zusammenbrachte, der uns half, unsere eigene Göttlichkeit und Menschlichkeit zu entwickeln.

Es war Tobias, der mit uns allen arbeitete und uns half zu erkennen, welch ein Segen das Leben hier auf der Erde ist.

Er war der Hohepriester. Er war der Lord. Er war das, was ihr heute einen König nennen würdet, aber nicht mit Ego, nicht mit den alten Attributen. Es gab keine Kontrolle, es gab nur Vision. Es gab keine Struktur, es gab nur den Wunsch aller zur Zusammenarbeit. Er wurde geachtet und verehrt.

In den letzten Tagen von Atlantis, als die Armeen des Azura Timu an die Tempel von Tien heranrückten – eine Erinnerung, die viele von euch noch tief in sich tragen – da war es letztlich Mior, der sagte, wir opfern uns zum Heil der anderen (Atlanter). Und es war Mior, der als erster von uns von den Tempeln von Tien weg und den Armeen entgegenging, um sich zu ergeben. Es war Tobias als Mior, der als erster von uns starb in den letzten Tagen von Atlantis.
(Azura Timu, "der blauhäutige Herrscher", der ganz Atlantis unter seine Gewalt bringen wollte und es damit zerstörte; laut Tobias-Channeling "Wound of Isis IV, Atlantis Rising" im Mai 2004 auf den Bahamas; eine deutsche Übersetzung dieses Channelings findet sich auf http://quantumunlimited.org/content/view/324/86/)

Als Tobias hinüberging auf die andere Seite, wie ihr das ausdrücken würdet, trug er sehr viel Trauer und Schuld mit sich, für alles, was geschehen war. Er hatte Atlantis sehr geliebt, und er brachte diese Trauer und Schuld mit auf die andere Seite, und jedesmal, wenn er einen von euch hinüberkommen sah, der von den einfallenden Armeen oder von Naturkatastrophen in Atlantis getötet worden war, nahm er noch mehr Trauer und Schuld auf sich, mit jedem Mal, wenn wieder jemand starb, legte es sich noch schwerer um sein Herz.

Und so geschah es, dass Atlantis und das Leben auf der Erde, wie wir es kannten, zu Ende ging.

Es gab kleine Gruppen von Menschen, die aus Atlantis fliehen konnten, nicht viele, aber genug. Da gab es welche, die sich unter die Erde zurückzogen, denn die Erdoberfläche war so unerbittlich, dass das menschliche Leben darauf nicht aufrechterhalten werden konnte. Sie gingen unter die Erde, sie folgten den Durchlässen der Kristalle, wo Leben noch möglich war, wo man kein Sonnenlicht brauchte, weil es kristallenes Licht gab, wo der Sauerstoff, der für die Menschen notwendig war, durch die Kristalle hervorgebracht wurde. Viele von euch erinnern sich vielleicht noch an das Leben tief unter der Erdoberfläche.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt beschloss Tobias, zur Erde zurückzukehren, als seine Sühne, seine Buße; um zu sehen, was passiert war, und um inmitten dessen zu leben, was passiert war. Und er lebte eine sehr lange Zeit tief unter der Erdoberfläche, nicht als ein König, nicht als ein Lord, nicht als ein Großer, sondern als ein (menschen-)scheuer Bauer, wie ihr das heute nennen würdet, als Einzelgänger.

Tobias ließ sich selbst für das, was in Atlantis geschehen war, viele, viele Erdenleben lang leiden, und er tat dies, obwohl die Engel zu ihm kamen und versuchten, ihm zu sagen: "Lieber Mior, du brauchst das nicht auszuhalten, du musst all dies nicht erleiden". Und viele von euch lebten mit ihm in diesen Zeiten unter der Erdoberfläche. 

Vor etwa 5000 Jahren beschloss Tobias, wieder zu erscheinen, beschloss, zur Erdoberfläche zurückzukehren, wo das Leben nun wieder weiter verbreitet war – viele, viele Menschen waren zur Erdoberfläche zurückgekehrt, nur wenige lebten noch unterhalb – er entschloss sich zu einem Erdenleben. Er wählte die Länder des Mittleren Ostens – Israel, Jordanien, Syrien, Iran und Irak, wie ihr diese Länder heute nennt.

Tobias fuhr mit seinem Leiden fort, aber auf andere Weise. Er litt für Gott im Namen der Religion. Oh, er studierte die Religionen. Anfangs studierte er die Religionen, die man heidnisch nennen würde. Später kam er in Berührung mit dem Judentum, und er studierte jeden einzelnen Buchstaben in jedem Buch, das er nur irgendwie in die Finger kriegen konnte. In vielen seiner damaligen Erdenleben war er immer wieder Rabbi. Er studierte die Texte und besuchte die Vorlesungen, denn er wollte wertvoll sein in den Augen Gottes. Diesmal wollte er alles richtig erfassen, weil er es so empfand, dass er in Atlantis alles falsch gemacht hatte.

Es gab sehr schöne Zeiten in diesen Erdenleben, aber auch enorm viel Disziplin. Es gab großen Mangel an Lebensfreude. Er fühlte sich immer noch schuldig. Er empfand, dass er kein Recht hatte, das Leben einfach zu genießen. Also studierte er und betete und litt bis in sein letztes Erdenleben.

In seinem letzten Erdenleben kannte man ihn nicht als Tobias, sondern als Agos. In seinem letzten Erdenleben fand er tatsächlich die Liebe, er hatte Kinder, und er liebte den Landstrich von Galiläa. Endlich liebte er das Leben wieder!

Jedoch, so erzählt man sich, es gab jemanden, der es auf sein Land abgesehen hatte, der Tobias gegen sich aufbrachte und ihn am Ende ins Gefängnis werfen ließ, wodurch ihm alles genommen wurde – die Liebe seines Lebens, seine Kinder, sein Land, seine Tiere. Könnt ihr euch Tobias' Betroffenheit vorstellen, sein Gefühl, dass Gott sich von ihm abgewendet hatte?

 

Tobias' Aufstieg

Erst an seinem letzten Tag im Gefängnis, als er kurz davor war, zu sterben und auf die andere Seite zu gehen, begriff er endlich. Am Ende ließ er alles los, wie er es euch bereits erzählte. Er ließ all seine Überzeugungen los. Er ließ seine Schuld los und all sein Leiden. Er ließ alles los, was er dachte zu sein, um schließlich er selbst zu werden.

Er war dem Tode so nah, dass es ihm in diesem Moment nichts mehr ausmachte. Es war egal. Er ließ los. Und mit einem gleißenden Blitz, den man heute noch im Universum sehen kann, verstand Tobias am Ende diese vier einfachen Worte: "Ich bin auch Gott".

Alles fügte sich. Sämtliche Teile passten zueinander. Die Liebe strömte herein, und Tobias stieg auf.

Tobias schritt in seine Eigenständigkeit und erklärte sich bereit, im Spirit anwesend zu bleiben und mit jedem einzelnen von euch zu arbeiten, nicht mehr aus einem Schuldgefühl aus den Zeiten von Atlantis heraus, sondern aus reiner Liebe. Und seine Botschaft blieb über die letzten zehn Jahre die selbe – Du bist auch Gott. Atme es ein! Lebe es!

Seine Botschaft an dich war "Du kannst es tun, während du auf der Erde bist. Du brauchst nicht hinüberzugehen, du brauchst nicht zu sterben. Du brauchst nicht ein Erdenleben des Leidens nach dem anderen durchzumachen. Du kannst es hier und jetzt tun. Du kannst es dir einfach machen oder aber schwer, doch du kannst es schaffen."

Tobias schritt in seine Eigenständigkeit, und es gibt nicht allzuviele aufgestiegene Meister in all den Welten – vielleicht in etwa 9000, ist ja auch egal – nicht viele jedenfalls. Es gibt viele außergewöhnliche Meister; es gibt viele außergewöhnliche Engelwesen auf sehr, sehr hohen Ebenen, aber eben nicht viele aufgestiegene Meister – solche, die ihre Eigenständigkeit angenommen und akzeptiert haben.

Und bis zum heutigen Tag gibt es keinen – keinen einzigen, liebe Shaumbra – der jemals in einem physischen Körper zur Erde zurückgekehrt wäre. Keinen!

Wir sind in vielerlei Form zu euch zurückgekehrt – Sananda, Kwan Yin, Matraiya, Afra – und die Liste der aufgestiegenen Wesen, die mit euch gearbeitet haben und das immer noch tun, setzt sich fort und fort. Sie kommen durch die Menschen, die ihr Channeler nennt, sie kommen durch die Propheten und die Inspirierten, und sie kommen auf ihre eigene Weise durch jeden einzelnen von euch.

Manchmal kommen sie zu euch, indem sie eine vorübergehende Illusion der Anwesenheit manifestieren, wie Adamus, doch er wurde nicht wiedergeboren. Ich wurde nicht wiedergeboren. Yeshua, Sananda, wurde nicht wiedergeboren. Yeshua starb, aber er kehrte nicht zurück.

 

Die Rückkehr

Also möchte ich, Kuthumi, euch heute mitteilen, dass Tobias – To-Bi-Wah – der erste aufgestiegene Meister ist, der tatsächlich auf der Erde wiedergeboren wird – das ist eine Tatsache, die er in all den Jahren der Arbeit mit euch niemals erwähnte. Daher ist es mir eine Ehre, diese Information mit euch zu teilen. Und innerhalb der nächsten Stunden wird er zurück sein. Er wird da sein, bei euch. Das war nur möglich – nur möglich – dank euch; weil der Meilenstein des Quantensprungs überschritten wurde; weil das Bewusstsein bis zu jenem Punkt fortgeschritten war, der das Stattfinden dieser sehr komplexen Physik möglich machte.

Tobias kehrt nicht zurück, um irgendjemanden oder irgendetwas zu erretten. Er kommt zur Erde zurück, um voller Freude und voller Liebe zu leben, um mit den Meistern zu leben, die ihr seid. Er erlebt in diesem Moment einen sehr interessanten Prozess des Zurückgezogenwerdens zur Erde. Er erlebt seine eigenen Herausforderungen in diesem Moment der Wiedergeburt, des Vergessens, des Hineingeratens in diesen besonderen Energiekanal, der dich schnell vergessen lässt, woher du gekommen bist.  

Aber ich weiß, Tobias wird sich erinnern, wer er ist, und das aus einem Grund: Weil ihr jetzt hier seid und helft, diese Energie hereinzubringen. Ihr seid nicht unbedingt deswegen hier, weswegen ihr glaubt, hier zu sein. Ihr seid hier für ein Ereignis, das von historischer Bedeutung ist – ein aufgestiegener Meister reinkarniert auf der Erde, und es geschieht in diesem Moment.

Ich möchte, dass du kurz hineinspürst... Ich lade dich ein, einen Moment lang hineinzuspüren in diese phantastischen Energien von Tobias' Wiedergeburt, denn ein Teil von dir wird dabei ebenfalls wiedergeboren! Ein Teil von dir kehrt auf diesem Komet der Energie hierher zurück, gemeinsam mit Tobias.

Ich habe versucht, einen Weg zu finden, wie ich euch am besten helfen kann, das zu erleben, was Tobias gerade erlebt... bei seiner Rückkehr nach Hause... seiner Heimkehr... und dann hörte ich gestern ein Lied, genau hier, und in diesem Moment wusste ich, es gibt keine schönere Art für euch, Tobias' Rückkehr und eure eigene Rückkehr zu erleben, als wenn Anders über die Heimkehr singt.

Nun, erlebt dies jetzt, in diesen letzten Stunden vor Tobias' Rückkehr, lasst euch selbst die Wiedergeburt eines aufgestiegenen Meisters erleben – und eure eigene Wiedergeburt.

(Anders Holte singt sein tief bewegendes Heimkehr-Lied "Lemurian Home Coming", Titel 1 auf Anders' gleichnamiger CD; mehr Infos auf: http://www.crimsoncircle.com/newsletters/2009%20Newsletters/CC-Newsletter-July2009-Music_of_Anders_Holte.htm )

Jetzt wisst ihr es.

Tobias' Energie kehrt zur Erde zurück... und du kehrst zu dir zurück.

Willkommen daheim.

Namasté.

 

The Crimson Circle

MIDSUMMER NEW ENERGY CONFERENCE 2009
Freitag, 17. Juli 2009

Channel 1 - Tobias

[…]

Rückkehr

Oh, liebe Shaumbra, welch eine Reise ist das doch gewesen, welch eine unglaubliche Reise!

Wie ihr wisst, sind seit meinem letzten Erdenleben einige tausend Jahre vergangen. Ich weilte auf dieser Seite, im Einvernehmen mit Erzengel Michael und jenen im Crimson Council, um bei euch zu sein, um mit euch zu sprechen und bei eurer Führung zu helfen. Seht ihr, wir kennen einander schon so unglaublich lange, wir kannten einander schon in den Engelwelten, lange bevor es die Erde überhaupt gab, wir kannten einander in Lemuria und Atlantis.

Es fiel mir ein wenig schwer einzuwilligen, hier auf dieser Seite zu bleiben, während ihr hier unten wart. Ich hatte echt das Gefühl, ich verpasse – ihr würdet das vielleicht nicht so sehen, aber... – ich verpasse den ganzen Spaß, verpasse die Aufregung, verpasse die Entwicklung! Oh, ich habe mich danach gesehnt, zurückzukehren und an eurer Seite zu sitzen, die Dinge zu tun, die ihr tut; sogar danach, ein paar der Probleme zu erleben und die Frustration – das ist ein Teil des Lebens, ein Teil des Seins! Sie sind nicht dazu gedacht, euch zu demütigen, sind nicht dazu gedacht, euch kleinzukriegen.

Seht ihr, diese Schwierigkeiten und all diese Erfahrungen schenkt ihr euch selbst, damit ihr wisst, wie es ist, sie durchzumachen – und um heute zu wissen, wie es ist, sie durchgemacht zu haben, um vollständig bewusst als Engel auf Erden zu leben.

Wie sehr habe mich nach der Rückkehr gesehnt, und jeder von euch, der hier ist oder hier zuhört – wir hatten unsere Gespräche, unter vier Augen und auch Gruppengespräche, wir waren im Shaumbra-Service-Center, wir waren am Gipfel des Engelberges (Tobias nennt es "Angel's Peak") – wir führten lange Gespräche! Und wie neidisch war ich, ja, selbst auf eure allerhärtesten Erfahrungen, wie sehr sehnte ich mich danach, zurückzukommen, um auch die Dinge tun zu können, die ihr tut – und nun, in wenigen Tagen, werde ich wieder bei euch sein! 

Ich werde im Geiste auch weiterhin hier sein, um einzeln mit euch zu sprechen, aber aus vielerlei Gründen wähle ich, nicht mehr dieses öffentliche Channeling zu machen. Ich möchte mit dir sprechen, und dass du mit mir sprichst, von Spirit zu Spirit, und von Mensch zu Mensch! So muss es sein. Adamus wird mit jenen arbeiten, die die Neue Energie erkunden wollen, und ich werde sowohl in menschlicher Gestalt als auch in jener des Engels mit euch einzeln arbeiten.

Also, liebe Shaumbra, ich komme euch nun nahe, so nahe; in wenigen Tagen werde ich meine Energien voll auf Sam konzentrieren. Er macht gerade ein paar sehr interessante Erfahrungen, über die ich euch am Sonntag mehr erzählen werde. Aber während ich mich Sam immer mehr nähere, fühle ich mich auch jedem einzelnen von euch näher. Ich stelle fest, dass ich die Erfahrungen, über die ihr mir aus eurem Leben berichtet habt, nicht nur fühle, sondern dass ich wahrhaftig und zutiefst daran teilhabe. Je näher ich komme, umso mehr Empathie und Mitgefühl empfinde ich für all das, was ihr durchgemacht habt. Je näher meine Heimkehr zur Erde rückt, umso mehr Klarheit erlange ich über die Gespräche, die wir führten, und über die Frustration, die ihr erlebt habt.

Es gab Zeiten, da war es selbst für einen Engel schwer zu verstehen, wie stark die Dichte der (physischen) Welt, das Massenbewusstsein, dich tatsächlich in Beschlag nimmt und dich vergessen lässt, wer du wirklich bist. Wir hier auf der anderen Seite, Adamus etwa, Kuan Yin, Kuthumi oder ich, wir wissen, dass die Erde wirklich sehr verführerisch ist, enorm verführerisch, aber wir haben auch allmählich vergessen, wie diese Verführungskraft sich tatsächlich anfühlt.

Doch nun, da ich meiner vollständigen Rückkehr so nahe bin, spüre ich sie wieder, diese Verlockung, diese starke Anziehung, auf eine einerseits sehr positive, aber andererseits oft auch auf eine recht problematische und frustrierende Weise. Die Physik der Erde ist dermaßen verführerisch, und im Moment zieht sie mich in ihren Bann. Ich spüre sie wie einen spirituellen Magnetismus, der mich anzieht. Nun – jawohl, ich habe mir diese Rückkehr selbst ausgesucht, aber ich hatte vergessen, wie stark diese Verführungskraft ist!

Nun, da ich mich meiner Rückkehr nähere, meiner Verschmelzung mit Sam, vergesse ich, dass diese Verführungskraft den Dingen innewohnt, etwa den Nahrungsmitteln – sie sind sehr verführerisch, sie sind wunderbar! – und ich konnte euch ja alles Mögliche erzählen von der anderen Seite aus, wir führten Gespräche über Ernährung und Diäten, nicht wahr, nicht wahr? – aber nun, da ich der Erde näher komme, fühle ich diese Verführungskraft wieder. Sie ist nicht gut oder schlecht, sie ist einfach. Sie ist stark, sie ist prall, und sie ist bedeutend.

Ich spüre die Verlockung, die in der Freundschaft mit anderen Menschen liegt. Ja, Freundschaften sind manchmal überaus schwierig, denn gerade in den Zeiten, in denen du besonders angestrengt nach Liebe suchst, bist du mitunter am wenigsten liebenswert. Oder, Cauldre? (Tobias lacht, Lachen im Publikum, Tobias schmunzelnd) Das habe ich natürlich für Linda gesagt. Nun, diese Freundschaft, dieses Band zwischen zwei Menschen, ist so verführerisch. Es gibt nichts Vergleichbares!

Oh, wir haben durchaus wunderbare Beziehungen in den Engelwelten, aber sie haben nicht diese Tiefe, sie haben nicht diese Anziehung und diese Bedeutsamkeit. Ich entdecke all das nun, da ich mich nähere, und ich möchte wirklich diesen Ausdruck benutzen: Die Erde, die Menschheit, hat so viel Bedeutung, so viel Wesentlichkeit! Sie sind so echt! Und sie sind so überaus verführerisch! Dermaßen verführerisch, dass sie die Menschen in der Tat zu sich zurückziehen, Erdenleben für Erdenleben; die Verführungskraft ihres eigenen Karmas oder ihrer Empfindung, falsch gehandelt zu haben, aber auch die Verführungskraft, die darin liegt, einen Sonnenuntergang zu beobachten oder am Nachmittag ein Nickerchen zu machen. Engel können das nicht! (Lachen im Publikum) Die Verführungskraft eines Spazierganges in der Natur! Für manche Menschen natürlich auch die Verführungskraft des Dramas – jenes Dramas, ihr Dasein als ständiges Chaos zu erleben – das ist sehr verlockend, wisst ihr? Deshalb tun sie es auch immer und immer wieder! Das Chaos ist Energie, das Chaos erinnert sie daran, dass sie am Leben sind!

Die Verführungskraft des Lebens selbst, in jeder Facette, ich... (Tobias hält ergriffen inne.) Jetzt erst verstehe ich, was ihr mir all diese Jahre lang erzählt habt, liebe Shaumbra! (Tobias lächelt, Lachen im Publikum) Ich wusste es, aber jetzt verstehe ich es wirklich! (Applaus und Beifallsrufe) Und darin liegt zur Zeit, das muss ich sagen, einer meiner wesentlichsten Anteile – eine meiner größten Empfindungen ist die Verehrung, die ich euch entgegenbringe. Die habe ich natürlich immer empfunden – wir haben einen langen Weg gemeinsam zurückgelegt, wir sind von weit her gekommen, um an diesen Punkt zu gelangen.

Doch jetzt, wenn ich mir die Intensität des Lebens auf der Erde ansehe... eure Technik, sie ist großartig! Eure Annehmlichkeiten! Wenn ihr mittags etwas essen wollt, geht ihr einfach, übergebt ein paar Scheine und kriegt was zu essen! Ich bin daran gewöhnt, dass ich hinausgehen muss und mir mein Mittagessen erjagen, versteht ihr!? (Lachen im Publikum)  

Alles ist jetzt so anders, die Intensität... Ihr habt diese Fahrzeuge, in denen ihr umherfahrt – Drama einladen, einsteigen, und los gehts. Wir hatten das früher nicht. Wisst ihr, ich konnte all diese Dinge fühlen, ich wusste davon, aber ich konnte ihre Bedeutsamkeit nicht erfassen; die Verführungskraft, die Schönheit und Tiefe hatte ich vergessen.

All die weiteren Engel, die im Moment in diesem Raum hier anwesend sind, und die anderen Wesenheiten, die jetzt hereinkommen, sie beginnen tatsächlich, das ebenfalls zu erfassen. Wir verstehen langsam, was ihr uns mitgeteilt habt. Die Schönheit in dieser Erfahrung, und eine Tiefe, wie selbst Engel sie sich nicht vorstellen können!

Wir versammeln uns in diesem Raum hier und jetzt, wir alle, die wir in nichtphysischer Form sind, und staunen über euch! Manche dieser Engel, die sich hier versammeln, werden zur Erde zurückkehren; andere sind noch nie zuvor auf der Erde gewesen, sie können sich die Tiefe nicht einmal vorstellen, die Bedeutsamkeit, die Verführungskraft des Lebens auf der Erde. Darum sind wir hier – euch zu Ehren, voller Liebe zu euch, voller bedingungslosem Respekt. Darum stehen in unseren Augen die Tränen, angesichts dessen, was ihr tut.

Ich sage euch, ich beginne langsam, eines zu begreifen: Es ist leicht, ein Engel zu sein. (Lachen im Publikum) Es ist schwierig, ein menschlicher Engel zu sein. Es ist eine Herausforderung! (Applaus)

Ich weiß, in unseren Gesprächen in den letzten Jahren, ob es nun im Rahmen eines Shouds war oder in einem Einzelgespräch, ich weiß, es gab Zeiten, da fühltest du dich klein, du empfandest es so, dass du bloß ein mickriger kleiner Mensch bist, der die Antworten nicht kennt. Ich weiß, ich weiß. Doch du bist groß! Du bist so hoch entwickelt, du hattest die Antworten immer schon, auch wenn du manchmal das Spielchen spielst, sie nicht zu kennen. Ich war hauptsächlich hier, um dir zuzuhören, um dich deine Energien öffnen zu lassen, ob es nun mir gegenüber war oder Adamus gegenüber oder Kwan Yin oder einem der anderen, wir waren nur zum Zuhören hier, doch du kennst tatsächlich die Antworten.

Du erfasst es wirklich. Hm, ich bin überaus beeindruckt! Ich muss sagen, ich freue mich unheimlich darauf, auf der Erde wieder wirklich verkörpert zu sein, ich fürchte mich jedoch auch ein bisschen davor. Mhm, ich fürchte mich ein bisschen.

[…]

 

 


The Crimson Circle

EMBODIMENT-SERIE, Shoud 9
2. April 2005

"Die Freiheit der Seele, Teil 4"

 […]

Ich muss hier mal eine kleine Geschichte über Tobias erzählen, denn er erzählt auch gerne Geschichten über uns. Wie Ihr wisst hatte Tobias viele viele Leben auf der Erde. Und eines im Besonderen, wo er „Tobit“ war, oder auch bekannt als „Tobith“ – oder „Tobias“. Aus dem „Buch Tobit“ (aus den Apokryphen des Alten Testaments, „Buch Tobias“, in der Luther-Übersetzung)

Das war eines, wo wir ihn gut kannten. Ich sah ihn im Grunde -  sozusagen, ich war nicht physisch anwesend zu dieser Zeit – aber ich sah ihm zu, von unseren Dimensionen aus, ich beobachtete ihn.

Manche von Euch verstehen vielleicht, dass – wie sagt man – Cauldre ein bisschen engstirnig sein kann, in Bezug auf gewisse Dinge. Nun, Tobias war sehr engstirnig in Bezug auf gewisse Dinge! (Lachen im Publikum) Ich glaube, da gibt es einen Ausdruck auf der Erde gerade, irgendwas mit „a“ und „r“ – irgendwas mit „retentive“. (Lautes Lachen im Publikum, Anm. d. Übers.: „anal-retentive“ – „analfixiert“: Begriff aus der Psychoanalyse, der im Amerikanischen auch scherzhaft gebraucht wird für eine Person, die eine sehr genaue Struktur in allen Dingen haben will bzw. sehr engstirnig und kontrollierend ist.)

Tobias war sehr „festhaltend“ in seinem Leben! Tobias war sehr verstockt und sehr stur, und – er ist auch gerade amüsiert, während ich diese Geschichte erzähle, denn er weiß, worauf wir hinauswollen – er war sehr gläubig, ein streng gläubiger Jude, der dem „Buch“ folgte und dem Buchstaben des Gesetzes. Er diente Gott, von dem Moment, an dem er morgens aufstand, bis zu dem, an dem er wieder schlafen ging, und dann diente er Gott in seinen Träumen ganz genauso. Er war strenggläubig.

Und obwohl das Volk Israel zu jener Zeit von den Babyloniern in Sklaverei gehalten wurde, liebte er Gott weiterhin von ganzem Herzen. Aber er war so festgefahren in seinen eigenen Bahnen, er hatte das Gefühl, dass nur der Weg über die Regeln, die andere festgeschrieben haben, in den Himmel führt. Dass der Weg zum Himmel nur über die Kirche führt. Er weigerte sich, irgendeine andere Sichtweise zuzulassen – oh, was für ein strenggläubiger Mann! Die Art von Kirchenmitglied, um die einen jede Kirche beneiden würde.

Er gab sein Geld, und seine Zeit – in jedem Augenblick dachte er, ist das das was Gott von mir möchte, ist es das, was Gott von mir verlangt? Wie kann ich ein besserer Diener für Gott sein?

Er wurde im Grunde wirklich ein bisschen verrückt im Zusammenhang damit. Man konnte ihn dabei beobachten, wie er die Straße entlangging, und mit sich selbst sprach, mit seinen Armen – wild in der Luft herumfuchtelnd! Mit sich selbst sprechend, als ob er, hm - channeln würde. (Gelächter im Publikum) Die ganze Zeit über mit Gott sprechend. Ununterbrochen über sich selbst zu Gericht sitzend, sich die ganze Zeit über fragend, ob dies nun wirklich der beste Weg sei, Gott zu dienen.

Dadurch verfing und verstrickte er sich sehr stark in seiner eigenen Energie. Eines der Dinge, die Tobias bekannterweise sehr gerne tat, um dadurch Gott zu dienen, war, dass er die toten Juden begrub, die, die von den Babyloniern getötet worden waren. Diejenigen, die auf der Straße liegen gelassen wurden, als ein Zeichen für die anderen Juden, nicht „aus der Reihe zu tanzen“. Tobias war also dabei, ihre Körper zu suchen, obwohl es auch für ihn den Tod bedeuten konnte – er wusste, dass Gott von ihm wollte, dass er diese Körper in der Erde begraben sollte.

Er wurde sehr müde und entwickelte sehr viel Ärger in sich, dies die ganze Zeit tun zu müssen. Aber er hatte das Gefühl, dass dies das sei, was Gott wünschte, er hatte das Gefühl, dass Gott ihm diese Aufgabe zugewiesen hatte.

Eines Tages also fand er einen Toten auf der Straße liegend, er hob ihn an seinen Armen auf, und trug diesen Leichnam hinauf auf den Hügel, abseits des Dorfes, so dass er nicht beobachtet werden konnte. Er war sehr ärgerlich mit allem, was momentan vor sich ging. Innerlich war er sogar wütend auf Gott, dass dieser erlaubte, dass das alles geschah. Aber er hätte das nie Gott gegenüber offengelegt, dass er wütend war. Hm.

Er nahm die Schaufel in die Hand – legte den Leichnam auf den Boden – nahm die Schaufel in die Hand und begann, zu graben. Und zu graben. Und schon bald begann die Sonne unterzugehen, und er grub immer noch. Er war so wütend und so angefüllt mit Energie, er warf den Dreck über seine Schultern – auf den Haufen außerhalb, der inzwischen schon da war. Und er grub und grub, bis tief in die Nacht hinein. Und dabei vollkommen den Leichnam vergessend, der da weiter oben lag. (Lachen) Völlig vergessend, wie tief sich bereits in das Loch hinein vorgegraben hatte, so wütend, und der Dreck flog – zehn Meter, zwanzig Meter, dreißig Meter hoch über seinen Kopf, hinaus auf den Boden außerhalb!

Irgendwann war er so müde und so erschöpft und so durstig, dass er einen Moment innehielt. Und plötzlich bemerkte er, dass er sich selbst bis tief in den Boden hineingebuddelt hatte, und dass es keine Möglichkeit gab, wie er da wieder herauskommen konnte! (Lachen) Überhaupt keine Möglichkeit, wieder nach oben zu kommen.

Natürlich saßen wir auf der anderen Seite da und lachten (Lachen im Publikum), obwohl es für ihn überhaupt nicht komisch war, aber wir mussten einfach lachen über diese wundervolle Metapher, wie Tobias, der so streng gläubige, sich selbst in sein eigenes Loch hineingebuddelt hatte. Während er völlig seine Aufgabe vergessen hatte, die Toten begraben zu wollen. Während er völlig vergessen hatte, wozu er überhaupt dort war. Er grub sich selbst einfach immer tiefer und tiefer und tiefer hinein.

Nun – als ihm letztendlich klar wurde, was passiert war, bekam er große Furcht. Er wusste, dass er nicht an den Seiten hinaufklettern konnte, denn den Schlamm war nass, er würde abrutschen und wieder nach unten fallen. Er wusste, dass ihn niemand hören konnte, denn er war nun dreißig, vierzig Meter unter der Erdoberfläche! Und seine Stimme würde sich nach oben hin verlieren.

Und er war vom Dorf weit entfernt. Er wusste, dass das einzige Werkzeug, das er hatte, seine Schaufel war – aber seine Schaufel war das Werkzeug, das ihn überhaupt erst in diese schlimme Lage gebracht hatte! Was konnte er nun also tun? Er setzte sich hin und dachte nach, und überlegte und überlegte – und es führte ihn nirgendwo hin.

Er dachte an die Dinge in seinem Leben, die ihm wirklich Freude gemacht hatten, das Extra-Glas Wein diese Nacht (Lachen), die Lieder und die Musik, die er frühmorgens aus den anderen Häusern kommen hörte. Lange Spaziergänge zu machen, hinaus in die Wüste. Den Fluss Tigris entlang zu wandern, seine Füße in das Wasser zu hängen, und diese Verbindung zu Gaia zu genießen.

Das waren die Dinge, die er liebte, und er dachte an all die großartigen Dinge, die damit verbunden waren, als Mensch hier auf der Erde zu leben.

Aber dann dachte er: WIE soll ich aus diesem Loch hier herauskommen? Er war dort 3 Tage drin, rief nach Gott, und wurde jedes Mal wütend, wenn er nach Gott rief, und keine Antwort bekam. Er rief nach seinen Ahnen – denn er dachte, dass zumindest seine Ahnen nun wirklich eine Antwort für ihn haben würden – aber seine Ahnen konnten ihn auch nicht hören.

Er wurde wütender und wütender. Er wurde immer enttäuschter und frustrierter. Er konnte keine Möglichkeit finden, aus dem Loch heraus zu kommen, in das er sich selbst hinein gegraben hatte.

Um es kurz zu machen: Der Hund seines jungen Sohnes, Tobias junior – wissend, dass Tobias sich in dieses Loch gegraben hatte, aber ihn dort ein paar Tage sitzen lassend, damit er darüber nachdenken konnte – (Lachen im Publikum) kam eines Tages vorbei, schaute über den Rand des Lochs und sah den alten Tobias unten auf dem Grund, fast verhungert, frustriert, wütend – der Hund gönnte sich ebenfalls ein kleines Schmunzeln, als das sah. (Lachen)

Er lief los und lief den kleinen Hügel hinunter, in den Tobias sich hinein gegraben hatte, und – das dauerte etwa eine Stunde – grub geradewegs in die Seite des Hügels hinein, nur ungefähr einen halben Meter tief, und schuf dadurch eine Öffnung für Tobias, durch die er herauskommen konnte.

Shaumbra – das ist nur so ungefähr eine wahre Geschichte, nicht vollständig. (Publikum lacht) Wir übertreiben. Wir übertreiben, um die Sache besser darstellen zu können: Manchmal wisst Ihr einfach nicht, wie Ihr aus Eurem eigenen Loch herauskommen sollt, das Ihr für Euch gegraben habt. Manchmal vergesst Ihr, dass es da einen weiteren Weg gibt. Manchmal verfangt Ihr Euch so sehr in Eure eigenen Glaubenssysteme, so dass Ihr, wie Tobias, denkt, dass es einfach nur ein nach oben oder nach unten gibt! Manchmal habt Ihr nur ein einziges Werkzeug zu Eurer Verfügung – oder zumindest denkt Ihr, dass das so ist! Und das Werkzeug ist das, was Euch nur noch tiefer und tiefer hineinbringt, die ganze Zeit über.

Aber hier ist der Punkt: Dass die ganze Zeit, während er dort war, Tobias seitwärts hätte graben können! Anstatt weiter nach unten. Und er wäre dort draußen gewesen, innerhalb weniger Minuten, draußen aus seinem eigenen – seinem eigenen – ja, beinahe Grab!

Shaumbra. Das ist, wo Ihr gerade durchgeht. Ihr seid in Eurem eigenen Realitätssystem, und Ihr benutzt Werkzeuge von innerhalb dieses Realitätssystems, um da heraus zu kommen. Denn das ist alles, was Ihr kennt. Alles, was Tobias kannte, war seine Schaufel. Und seinen Verstand. Ihr könntet sagen, das ist alles, was Ihr kennt, jetzt gerade. Eure Schaufel und Euren Verstand, in diesem Leben hier.

Ihr versucht, Werkzeuge aus dieser Realität zu benutzen, um aus dieser Realität heraus zu kommen.

Und wie Tobias grabt Ihr Euch dabei nur noch tiefer hinein.

[…]

 

The Crimson Circle

EMBODIMENT SERIES, SHOUD 6
08. Januar 2005

„Die Freiheit der Seele”

[...]

Nun ...
Ich, Tobias, möchte Euch gern auf eine kleine Reise mitnehmen heute, wenn Ihr dazu bereit seid. Ich möchte Euch an einen bestimmten Ort einladen, den ich extra für Euch vorbereitet habe. Ich habe mir eine Menge Arbeit gemacht mit seinem Umbau, ihn eigens für Euch persönlich renoviert.

Und heute möchte ich Euch gern einladen in mein Cottage!
[Anm.: Tobias spricht zum ersten Mal von seinem „dream cottage“ auf der anderen Seite des Schleiers in Shoud 2 der Divine Human Series.]

Ich habe schon früher davon erzählt. Es befindet sich hier in meiner Dimension (realm), nicht in der materiellen Welt. Doch ist es ein Ort, den ich selbst erschaffen habe, den ich imaginiert und sogar gebaut habe. Ein Ort, der ... wie soll ich sagen ... angefüllt ist mit Shaumbra-Energie.

Wir möchten Euch also bitten, bleibt in Euren Stühlen oder Sesseln oder, wie es einige gerade tun, bleibt auf dem Boden liegen, seid ganz und gar anwesend und präsent dort in dieser menschlichen Realität. Doch gleichzeitig bitte ich Euch, dehnt Eure Energie aus und kommt mit mir ... in mein imaginatives Cottage.

Ich habe die ganze Zeit über daran gearbeitet, habe umgebaut, neu tapeziert ... warum? Nun, weil alles neu ist! Weil sich alles verändert! Und so merkte ich, es war an der Zeit, meinen persönlichen Ort hier ebenfalls auf Vordermann zu bringen und in den neuesten Stand zu versetzen. Hm. (gluckst)

Stellt ihn Euch vor (imagine it), wie immer Ihr möchtet ...

Ich selbst imaginiere ihn als einen wunderschönen Platz inmitten von Wäldern ... friedlich und ruhig gelegen ... umgeben von einer riesigen Vielfalt verschiedener Bäume ... manche von ihnen immergrün ... andere wiederum Laubbäume ... das spielt hier keine Rolle, man kann alle Bäume haben, die man will, hm (gluckst), man muss sich nicht etwa aus geografischen Gründen auf eine begrenzte Auswahl beschränken. Also habe ich den Raum um mich herum mit den schönsten Bäumen gefüllt ...

Ah, Bäume liebe ich wirklich sehr! In meinen Leben auf der Erde hatte ich eine so enge Verbindung mit den Bäumen ... So starr und steif stehen sie ... doch so fest verwurzelt mit der Erde, Äste und Zweige gen Himmel streckend ... viele von ihnen Früchte hervorbringend oder zumindest Samen, um ihre Evolution, ihr Wachstum fortzusetzen, um sich zu regenerieren und zu erneuern. Bäume helfen auch zu reinigen und zu klären, wie viele von Euch herausgefunden haben. Geht und setzt Euch neben einen Baum – er wird helfen Eure Energie einzubringen und sie zu klären! Nein, nein ... (schmunzelt) ... Cauldre fragt hier gerade, ob wir Euch vielleicht alle dazu animieren wollen  „Baum-Umarmer“ (tree huggers; Publikum lacht) zu werden! Baumliebhaber vielmehr, Baumliebhaber! (tree lovers) Rund um mein Cottage stehen also viele wundervolle Bäume ...

Das Cottage selbst habe ich so gestaltet, dass es eine Art Kreuzung ist zwischen einem englischen Tudor-Haus und einem Schweizer Chalet, hm. Einen Fluss gibt es dahinter und in der Ferne erheben sich Berge im Hintergrund. Und einen See, einen kleinen ruhigen See, nicht weit weg, nur eben den schmalen Pfad hinunter ...

Ich habe mein Cottage und die Umgebung so gestaltet, dass eine große Anzahl Vögel dort frei umherfliegen kann. Ich liebe Vögel ... ich liebe Vögel, weil sie in den Bäumen sitzen, wisst Ihr. (schmunzelt) Sie bauen ihre Nester inmitten der Schönheit und der Beschaulichkeit der Bäume. Doch die Vögel, ja die Vögel sind es, die wirklich frei sind! Sie sind es, die Flügel besitzen. Es ist, als seien kleine Engel auf die Erde gekommen und hätten Energien hinein versetzt in diese kleinen Körper mit ihren Flügeln, so dass sie herumfliegen können ...

Die Vögel um mein Cottage leuchten in allen Farben, alle ganz bunt, und sie singen! Sie singen vom frühen Morgen bis zum Abend, nachts lasse ich sie allerdings aufhören, damit ich schlafen kann, hm. (schmunzelt, Publikum amüsiert) Sie singen das Lied der Freude - Freude der Engel, Freude der Himmel, aber sie singen auch das Lied, mit dem sie das Leben auf der Erde feiern. Das ist meine Energie, ich habe sie ihnen verliehen. Meine Liebe für die Erde ist es, die sie heraussingen ... meine Liebe zum Menschsein ... und sie singen den ganzen Tag. Irgendwie singen sie in perfekter Harmonie zusammen, in perfektem Einklang, obwohl sie doch so vielen verschiedenen Arten angehören ...

Blumen gibt es ... viele Blumen ... und viele Gärten, die mein Cottage umgeben. Eine farbenfrohe Pracht, die sich zum Himmel reckt ... ihre Blütenblätter ausbreitend ... voll erblüht und ganz geöffnet ... nicht geschlossen und dicht, Shaumbra! ... sondern sich ganz und gar öffnend, in furchtloser Akzeptanz aller Dinge um sie herum ... so verletzlich und ungeschützt, dass sie ihre wunderschönen, empfindlich zarten Kelch- und Blütenblätter nun öffnen und sich in all ihrer Schönheit selbst darstellen können ... ihre Essenz darbieten können ... ohne jede Furcht ... Shaumbra, Ihr habt das verstanden, ja? Hm. (schmunzelt)

Sie sind wunderschön. Und sie halten Energie dadurch, eben durch ihre Schönheit. Sie sind auf gewisse Weise Energie-Halter, indem sie eine Energie von Schönheit halten, indem sie eine Energie von GAIA halten; sie halten eine Energie des Gleichgewichts - und sie tun es, damit Ihr und ich abheben und in die anderen Dimensionen fliegen können – in dem Wissen, es ist immer etwas da, das diese Schönheit hält, das unsere Rückverbindung zur Erde hält ...

Nun lasst uns einen kleinen Spaziergang machen ...

Ich habe noch nie eine so große Gruppe zu meinem Cottage gebracht! Normalerweise sind gerade mal Saint Germain und ich dort, wir sitzen auf der Terrasse und genehmigen uns ein paar Zigarren ... sorry, Cauldre, aber das tun wir!
[Anm.: In den Vorbemerkungen hatte Geoffrey berichtet, er habe sich seit einiger Zeit das Rauchen abgewöhnt, was ihm außer Lob von Linda auch die Bemerkung eintrug, „die schlimmsten Nichtraucher seien die Ex-Raucher“ und er gehöre definitiv dazu. Darauf nimmt Tobias hier Bezug mit seinem „sorry“.] (Publikum lacht)
Wir rauchen also ein paar Zigarren dort, trinken ein paar Gläser Wein miteinander und ab und zu schauen ein paar Gäste vorbei. Jetzt aber will ich alle Shaumbra - also Euch alle - in mein Haus bringen!

Treten wir ein – durch die Vordertür.
Lassen wir sie doch einfach von selbst aufgehen, so dass wir nicht einmal eine Klinke anfassen müssen. Ist es nicht ganz erstaunlich, was wir alles in unserer Imagination tun können?

Ich höre Euch sagen: „Tobias – bin ich wirklich hier? Ist das real oder führst Du uns hier nur durch eine Geschichte?“ Und genau das ist einer der Gründe, warum ich dies erzähle!
Es ist so real, wie Ihr in diesem Moment auf Euren Stühlen sitzt!
Es ist so real wie der physische Körper, den Ihr habt!
Es ist so real wie nur irgendetwas, das sich Euer menschliches Gehirn vorstellen kann!

Ihr sitzt gerade auf einem Stuhl ... in einem Sessel ... bei Euch zu Hause ... zusammen mit einer Gruppe Shaumbra vielleicht ... Ihr könnt Geräusche hören ... Ihr könnt Euer Hinterteil fühlen, wie es auf dem Stuhl sitzt ... Ihr könnt Euren Magen fühlen ... und Ihr könnt gleichzeitig auch hier bei mir sein! Die Imagination! Die Imagination, wie wir früher schon besprochen haben, ist genau so real wie alles andere! Ihr seid hier mit mir! Ihr seid gerade eben durch die Tür meines Hauses eingetreten.

Ich möchte Euch ein wenig herumführen.
Ich habe erst kürzlich alles ausgedehnt, so dass mein Haus nun mit Leichtigkeit die Energie aller Shaumbra aufnehmen kann, hm. (gluckst) Das Innere habe ich ausgedehnt. Und wenn Ihr bemerkt habt ... ja einige von Euch haben sie schon gesehen, die Bilder an den Wänden! Es sind Bilder von Inkarnationen, die wir zusammen hatten. Bilder von einigen der heldenhaftesten Dinge, die Shaumbra geleistet hat.

Ja, und da drüben in der Ecke gibt es ein paar Bilder von unseren Zeiten in Atlantis, Bilder des Tempels von TiEn! Heute würden wir sagen, es ist das Gebiet um Kuba herum. Die Tempelanlagen gibt es allerdings nicht mehr, sie sind schon lange verschwunden. Sogar das Land, auf dem sie einst standen, hat sich gewandelt und liegt nun unter Wasser. Das nur für diejenigen unter Euch, die danach forschen, hm.

Die Bilder, die hier hängen, wurden natürlich nicht mit einer normalen Kamera gemacht. Es sind vielmehr Bilder, die ich mittels meiner Imagination angefertigt habe, Bilder aus allen unseren gemeinsamen Zeiten. Außerdem gibt es verschiedenste Gegenstände, die einige von Euch mir in vergangenen Leben als Geschenk überreicht haben, sie liegen alle hier auf den Regalen ...

Wandern wir ein wenig weiter durch das Haus ...

Ja, hierbei geht es um die Imagination! Sie hilft Euch, Euch selbst von den Beschränkungen zu befreien, die Ihr Euch auferlegt hattet. Darum nehme ich Euch auf diese Hausbesichtigung mit!

Wie Ihr seht, gibt es keine Küche hier – ich brauche keine, hm. (gluckst) Engel müssen nicht essen, wisst Ihr. Auch kein Bad ... (Publikum lacht) ... für diese (Körper-) Funktion haben wir ebenfalls kein Bedarf, hm.

Großartige Zimmer gibt es hier ... Räume in unterschiedlichen Farben ... mit unterschiedlichen Energien. Räume, in denen Musik zu spielen scheint, sie dringt direkt aus den Wänden ... Lautsprecher brauchen wir nicht, elektronische Geräte sind nicht nötig.

Es gibt Zimmer hier, die angefüllt sind mit Energien anderer Dimensionen. Betretet doch einmal eines davon! Erlaubt Euch dort drin zu sein. Erlaubt Euch zu fühlen, wie es sich anfühlt dort – ich habe es extra vorbereitet für Euch!

Wieder andere Räume, die wir alle aufsuchen können, enthalten zum Beispiel Aspekte von Euch selbst, aus vergangenen Leben.

Ich habe viele Zimmer – für alle meine vielen Inkarnationen! Aber sie sind nicht etwa dort eingeschlossen, ich halte sie nicht darin fest. Ab und zu beschließe ich, mich ein wenig zu erinnern ... denn seht Ihr, ich habe alle meine Leben wirklich verkörpert. Ich habe sie verkörpert, sie ganz und gar eingebracht, in allen Bereichen -  Gutes so wie Böses und was ich für die Dunkelheit hielt oder was ich als  Kämpfe und Schmerzen ansah, aber ebenso auch die Freude. Jeden einzelnen Aspekt, jedes Leben habe ich verkörpert!

Warum Ihr Euch nicht an Eure vergangenen Leben erinnert, wollt Ihr manchmal wissen. Ihr haltet es für ein Kennzeichen fortgeschrittener spiritueller Entwicklung, wenn Ihr Euch daran erinnert, wer Ihr in der Vergangenheit wart. Nun Ihr habt Euch vor allem deswegen nicht erinnert, weil Ihr Euch in diesem Leben nicht verwirren wolltet, zumindest bis jetzt. Ihr wolltet Euch nicht überfluten lassen von den direkten Bildern der Vergangenheit.

Außerdem aber liegt es auch daran, dass Ihr noch nicht alle Energien dieser Leben verkörpert und dannentlassen hattet. Ihr seid gerade dabei oder habt es schon getan, so wie ich auch. Ihr habt jetzt voll und ganz alles akzeptiert, was Ihr jemals wart und Ihr habt es losgelassen, es freigegeben, es fließen lassen.

Dann erst könnt Ihr zurückgehen und ihnen sozusagen einen Besuch abstatten, ohne Euch Sorgen machen zu müssen, ob Ihr Euch wohl einfangen lasst oder darin verlaufen könntet. Aber fühlt die Energien wieder einmal! Blättert sozusagen in ihnen wie in einem Fotoalbum und fühlt dabei die Energien aus der Vergangenheit ... mit ein paar Lächeln vielleicht ... oder auch mit ein paar Tränen ...

In diesem JAHR DER FREIHEIT werdet Ihr anfangen Euch an Eure vergangenen Leben zu erinnern. Ihr seid jetzt an einem Punkt, an dem Ihr Euch keine Gedanken mehr darüber zu machen braucht, dass Ihr in diesen Energien gefangen werden könntet. Ihr seid an einem Punkt spiritueller Reife, an dem Ihr wisst, wer Ihr seid, in diesem Augenblick. Ihr müsst Euch also keine Sorgen machen, dass Ihr in eine alte Identität aus einem früheren Leben zurückfallen könntet. Ob Ihr einmal ein großer König, ein großer Herrscher, ein großer Wissenschaftler gewesen seid oder ein großer Philosoph – Ihr müsst Euch keinerlei Gedanken darüber machen, ob Ihr eventuell aus rein selbstherrlichen Gründen an eben diesem Leben kleben bleiben könntet. Es WAR einfach. Es ist Teil Eurer Gesamtausstattung.

In meinem Haus gibt es also Räume, die ich jederzeit aufsuchen kann – den Raum TOBIAS zum Beispiel, einer meiner Lieblinge, hm. Hier kann ich hingehen und mich selbst besuchen, den, der ich im damaligen Leben war.

Viele Atlantis-Zimmer, wo ich hingehen und den besuchen kann, der ich zur damaligen Zeit war, und in denen ich auch Euch treffe.

Es gibt auch Räume, die mir erlauben über alle Dimensionen hinweg Verbindung aufzunehmen, nicht nur mit diesem Universum, sondern mit allen Dimensionen ... dort kann ich hingehen und forschen und Erfahrungen machen.

Es gibt Räume in meinem Haus ... oh, viele von Euch wandern auf eigene Faust herum, Ihr seid ja ganz von unserer Besichtigungstour abgekommen! Hm ... (schmunzelt, Publikum lacht) ... Ihr habt mich überholt!

Es gibt also Räume in meinem Haus, wo ich mich meiner spirituellen Malerei widme. Ich liebe das Malen! Es ist eine meiner Leidenschaften. Allerdings male ich nicht mit Farben und Öl, so wie Ihr es tut, auch nicht mit materiellen Mitteln wie Kreide, sondern ich male mit Energie. Meine Leinwand ist nicht zwei- oder dreidimensional, sondern multidimensional. Hierher komme ich um mit Energien zu spielen, mit Schwingungen, Tönen und Farben – Energien jenseits der menschlichen Dimension. Ich komme hierher um herauszufinden, was ich alles erschaffen kann.

Mein Cottage ist real – so real wie die Worte, die Ihr in diesem Augenblick gerade hört oder lest. Es hat durchaus eine Menge Zeit gekostet, all dies in eine bestimmte Form und Struktur zu bringen – natürlich jederzeit bereit, diese Struktur wieder loszulassen und sie sich ausdehnen zu lassen! Ich habe viel Zeit aufgewendet um all dies zu erschaffen, viel Zeit damit verbracht die Energien zusammenweben zu helfen, damit wir eines Tages alle zusammen hier eintreten können – so wie jetzt.

Jeder von Euch kann auf diese Weise erschaffen!
Jeder von Euch hat die Freiheit auf diese Weise zu erschaffen!
Es funktioniert über die Imagination, wir haben oft darüber gesprochen - über die Imagination.

[…]

 

The Crimson Circle

EMBODIMENT* SERIES , SHOUD 1
07. August 2004

“Die Neue Energie verkörpern“

[...]

Einige der größten „Prediger“ (pontificators) sind die größten Verlierer im Leben. (Publikum lacht amüsiert) Das stimmt! Ich kann das sagen! Ich war nämlich selbst einer davon, hm. (gluckst) Oh, ich habe es geliebt große Reden zu schwingen, als ich Tobias war, hm. Und die Leute haben tatsächlich zugehört! (schmunzelt, Publikum lacht) Irgendwie witzig, wie das so geschieht – man muss nur reden, dann hören sie einem generell zu, stimmt’s? Ziemlich wenig persönliches Urteilsvermögen (discernment) ihrerseits, hm ... (Gelächter)

Oh, ich liebte es zu dozieren! Ich pflegte die Heiligen Schriften zu zitieren, ich zitierte die Weisheiten von Moses, von Abraham und dabei wusste ich nicht einmal, wovon zum Kuckuck ich da eigentlich redete! Aber die Leute hörten mir zu, sie dachten, ich müsste ein heiliger Mann sein, weil ich so gut aus den Schriften rezitieren konnte! Aber ich lebte nicht, was ich da predigte, ich spielte nur damit. Ich benutzte es als Verteidigungsstrategie, ganz besonders gegenüber meiner Frau, hm. Irgendwas musste sie ja schließlich ein wenig im Zaum halten, hm. (Tobias amüsiert sich, Publikum ebenfalls) Ich sage das mit allem gebotenen Respekt natürlich, hm.

Ich schwang alle diese großen Reden, weil ich glaubte, Gott würde es gefallen, wenn ich die Worte benutzte, die ich für die seinen hielt. Ich zitierte ihn unablässig und die Leute waren so beeindruckt davon, dass sie gar nicht auf die Idee kamen, mein eigenes Leben zu hinterfragen – welches nämlich durchaus nicht das war, was ich vorgab. Der Unterschied war tatsächlich so eklatant, dass ich auf einer höheren Ebene schließlich sogar beschloss blind zu werden, und zwar ausgerechnet durch den Kot eines Vogels. Hm ... (schmunzelt) ... welch eine Beleidigung für einen „heiligen Mann“! (Gelächter)

Aber es brachte mich immerhin dazu, nach innen zu gehen und mein Leben zu überdenken, ja ich stellte sogar mein ganzes Leben in Frage – warum sollte ich noch weiterleben wollen? Ich war blind, all meine Macht war dahin, ich hatte mein Publikum und den König [in dessen Dienst er damals stand] verloren, alles war mir mit einem Schlag genommen.

Mir blieb also nichts anderes übrig als nach innen zu schauen und ich erkannte, was für ein Schwindler ich doch gewesen war, hm. (gluckst) Oh, diese Rolle hatte mir durchaus Spaß gemacht, aber ich merkte, dass ich nichts von dem wirklich in mich aufgenommen, nichts davon tatsächlich verkörpert hatte! Ich hatte es zwar ständig anderen gepredigt, aber es nicht in mir selbst gelebt. Und das Lustigste dabei war, ich hatte absolut keine Vorstellung davon, was dies alles wirklich bedeutete – es hörte sich einfach nur toll an. (Publikum amüsiert)

Ich kann mir also aus eigener Erfahrung heraus ein Wort erlauben über jene, die nur große Reden schwingen und sie in ihrem persönlichen Leben nicht umsetzen. Irgendwann auf dem Weg, später in jenem Leben und vor allem in dem darauffolgenden – in welchem ich in der Tat lange Zeit im Gefängnis verbrachte – lernte ich, wie man das alles verkörpert. Ich lernte, wie man Spirit sogar in einem Gefängnis verkörpern kann, hm. In meinem Inneren lernte ich, dies in jedem einzelnen Moment zu leben und ich erfuhr die größte Freude, die ich je als Mensch erlebt hatte, ausgerechnet dort, innerhalb jener vier Wände. Ich musste es einfach tun, mir blieb gar nichts anderes übrig, ich musste es verkörpern!

[…]

 

ZurückWeiter
Top
menschenengel@aol.com