RÜCKKEHR-SERIE, Shoud 11 6. Juni 2009
"Abschlussfeier - Tobias' letzter Shoud"
[…] Es war eine phantastische Reise. Dieser Teil der Reise findet nun ein Ende, zweifellos. Punkt der Trennung. Abschlusstag.
Ich werde nicht mehr oft auf diese Weise zu euch sprechen. Wir haben ein paar weitere gemeinsame Treffen, aber das ist unser letzter regulärer Shoud. Das ist das letzte Mal, dass ich hereinkomme, um euch an das zu erinnern, was ihr bereits wisst.
Ich möchte euch kurz fragen, wie ihr euch in diesem Moment fühlt. Wir stehen kurz davor, uns wahrhaft zu gestatten, menschliche Engel auf Erden zu sein. Es ist der Tag der Abschlussfeier. Viele von euch fragen, "Was nun?"
Erinnerst du dich daran, wie es war, als du am Gymnasium oder an der Universität deinen Abschluss machtest? Du warst so froh, endlich damit fertig zu sein, denn es war sehr schwierig. Du warst so glücklich, deine Freiheit erlangt zu haben, und dennoch war da auch die Energie oder das Bewusstsein der Unsicherheit, die vor dir lag, der Furcht, und des Verlustes einer gewissen Behaglichkeit. So sehr ein Teil in dir auch den Abschluss feierte, so sehr fürchtete ein anderer Teil, was als nächstes kommen würde – und genau an diesem Punkt befinden sich viele von uns heute wieder. Oh, auch ich! Auch ich. Ich habe meine eigenen Sorgen – ich werde jeden Tag menschlicher – und auch ihr fragt euch, was als nächstes kommt.
Dieser Teil der Reise liegt hinter dir. Über Verträge ist Gras gewachsen. Es gibt keinen spirituellen Vertrag mehr. Er ist Vergangenheit. Also fragst du, "Was nun?" Und hier geschieht etwas Interessantes. Eine Art Sabotage tritt auf, eine Art Programm wird abgespult. Es ist kein natürlicher Anteil in dir, der das tut, es ist ein erworbener Anteil, der darauf trainiert und dafür entwickelt wurde, dir den Boden unter den Füßen wegzuziehen, genau in dem Moment, wo du zu deinem Abschluss kommst, wo du unmittelbar davorstehst, das zu manifestieren, was du in den anderen Reichen erschaffen hast. Kurz bevor du dein Ziel erreichst, geht alles den Bach runter.
Warum ist das so? Warum ist das so, Shaumbra? Weil du ein schlechter Mensch bist? Nur ein paar wenige von euch. (Lachen im Publikum) Ist es, weil du nicht gut genug bist? Nein. Ist es vielleicht, weil du deine Grenzen überschritten hast? Vielleicht bist du zu weit gegangen? Das ist eine der Ausreden. Warum ist das so, dass ausgerechnet kurz vor dem Erreichen dessen, was du Erfolg nennst und was wir die Vollendung des Kreises nennen, alles kaputtzugehen scheint? Wer tut dir das an?
Sind es diejenigen, die diese großen Verschwörungen betreiben? Ich glaube nicht. Ist es deine Seele? Glaube ich auch nicht. Ist es dein verdammter Ehepartner oder Lebensgefährte? Allerdings, ja! (Viel Lachen im Publikum) Weil du es erlaubst, du lässt es zu! Also sind es in Wirklichkeit nicht sie, du bist es! Aber du siehst alles durch die Augen deiner Freunde und deiner Familie, und du gestattest ihnen, deine Grenzen für dich zu setzen.
Warum Selbst-Sabotage?
Warum ist es so, dass hier, an diesem Punkt der Vollendung des Kreises in diesem Erdenleben, wo du an den Ausgangspunkt deines Kreises zurückkehrst – dies ist das Erdenleben, dies ist der Punkt der Trennung, dies ist die Zeit, um der Schöpfer und Gestalter zu sein – warum ist es so, dass dann diese Energie dazukommt, diese dunkle, kalte, hinterhältige, leb- und lieblose, abscheuliche Energie? Warum empfinden manche von euch in einem solchen Moment Angst und Anspannung? Warum möchten manche am liebsten davonlaufen und sich irgendwo verkriechen? Warum hast du so große Erwartungen an dich selbst, dass du sie niemals erfüllen kannst? Manifestieren bedeutet, dass du in der Lage sein solltest, deinen Körper auf der Stelle zu heilen und zu verwandeln, und dann zweifelst du daran, ob du es tatsächlich kannst? Du denkst, du bist immer noch zu sehr Mensch? Warum bist du so nahe an wahrhafte Liebe herangekommen, an wahre Fülle, an Gesundheit, an all die Dinge, die dein Herz erschaffen will, aber es passiert einfach nicht? Warum sabotieren die Menschen sich selbst?
Das allein würde Bücher füllen. Es gibt keine ausschließliche Antwort, aber ich werde euch bei dieser Abschlussfeier aus meinem Blickwinkel ein bisschen dazu sagen. Ich glaube, eines der Dinge, die Menschen und Engel am meisten fürchten, ist Vollendung. Vollendung!
Der Grund, warum sie sie fürchten? Sobald du etwas vollendet hast, insbesondere, wenn es das letzte Erdenleben ist, das du hast - was bleibt dir dann noch? Wenn du es vollendet hast, gibt es keine Leidenschaft mehr. Es gibt kein sogenanntes Drama mehr. Kein Möhrchen baumelt mehr lockend vor deiner Nase. Und weißt du, was dann geschieht? Wenn das Leben ein großer Kreis ist, und du zum Punkt der Vollendung gelangst - dann zerstörst du den Kreis. Du zerstörst, was du geschaffen hast, damit du den Kreis nicht vollenden musst.
Es gibt die Angst, sogar unter Engeln, dass du, wenn alles vollendet ist, dich in Nichts auflöst, dass du aufhörst zu existieren. Die Menschen glauben daran, in den Himmel oder in die Hölle zu kommen; Engel haben diese Angst vor der Nichtexistenz. Sie fürchten, wenn es nichts mehr in Ordnung zu bringen, zu heilen oder zu verbessern gibt, wenn es keine Ziele gibt, die sie anstreben können, keine Pläne für den Tag, wenn es keine Hügel mehr zu erklimmen und keine Ozeane zu überqueren gibt, dass man dann aufhört zu existieren. Und das ist auch ein sehr tiefgreifender Teil in euch allen.
Ich kann euch sagen, und Adamus wird es euch ebenfalls sagen – das ist nicht wahr. Aber, andererseits, wenn ich Kuthumi noch hinzuziehe, dann sagen wir euch etwas, das sehr wohl wahr ist: Du hörst auf zu existieren, wie du bislang existiert hast. Also ist ein Teil dieser Angst oder Sorge durchaus berechtigt. Es ist wahr. Du wirst nie so leben, wie du zuvor gelebt hast. Deine Existenz wird zu etwas anderem, sie wird zum Moment, zum Ich-Bin. Sie beinhaltet keine Ziele, keinen Versuch, irgendwas in Ordnung zu bringen, keinen Versuch, die Welt zu verändern. Und manche von euch Engeln hier, die im Shaumbra-Raum sitzen, haben damit so ihre Schwierigkeiten.
Ihr bemesst euren Wert daran, welche Aufgaben vor euch liegen, ob ihr nun gerade an euch selbst arbeitet oder mit anderen. Ihr gründet euer Morgen auf die Liste der Aufgaben, die ihr heute schreibt. Euren Wert – ob es nun jener in den Augen anderer Menschen ist, oder ob es der in den Augen der Engel eurer spirituellen Familien oder im Crimson Council ist – euren Wert gründet ihr darauf, was ihr vollbringt und was ihr schafft. Ihr gründet eure Identität, euer Selbst-Bewusstsein, darauf, wie viel ihr in Ordnung gebracht habt, anstatt darauf, was ihr getan habt.
Und so sabotiert ihr euch selbst. Ich weiß, da gibt es so viele, die hier heute in diesem Raum sitzen – und ich spreche nicht nur von diesem physischen Raum, ich spreche vom Shaumbra-Raum – ich weiß, wer ihr seid. Ich habe gesehen, was zu vollbringen ihr imstande seid, und ich habe gesehen, dass ihr schon vor Lebzeiten gehen hättet können, in euren Dritten Kreis, in die Erfahrung eures Aufstiegs, anstatt nur über euren Aufstieg zu reden. Ihr hättet es zu Wohlstand und Ruhm bringen können – beides keine schlechten Dinge.
Ihr hättet alles haben können, aber ihr hattet Angst, dass dies einen Kreis schließen könnte, einen Kreis, der vor Äonen begonnen wurde. Ihr hattet Angst vor dem Aufstieg, weil ihr fürchtet, dass er das Nichts bedeutet, dass dort nichts und niemand auf euch wartet, es nichts zu tun gibt, kein wahres Verständnis des Selbst oder des Wertes.
Also, warum sabotiert ihr euch selbst? Nicht, weil ihr schlechte Menschen seid, nicht weil ihr Dinge in Ordnung bringen oder erledigen wollt, nicht, weil ihr es nicht wert seid. Wisst ihr, das Komische ist, dass jeder Mensch – jeder Mensch an jedem beliebigen Punkt – "Genug" sagen kann. Völlig egal, ob es jemand ist, der wegen schlimmster Vergehen im Gefängnis sitzt; ob er bettelarm ist oder obdachlos; und selbst wenn er auf der "Liste der meistgesuchten Sünder" ganz oben steht (Lachen im Publikum) – liebe Shaumbra, in dem Moment, in dem ein menschlicher Engel sagt, "Das ist genug", beginnt sich alles zu verändern. Alles lichtet sich, und das Erkennen des Aufstiegs beginnt.
Und nun sitzt ihr hier vor mir, alle, die ihr heute euren Abschluss dieser zehnjährigen Erfahrung macht, die wir gemeinsam hatten; ihr macht euch bereit, einen völlig neuen Teil eures Lebens zu betreten, mit Adamus an der tatsächlichen Manifestation eurer Schöpfungen zu arbeiten, mit Neuer Energie zu arbeiten, die wahren Wissenschafter des Neuen Bewusstseins zu sein – und diese Worte benutze ich nicht leichtfertig - ihr werdet die Physiker und Wissenschafter und die Entdecker sein. Ihr werdet diejenigen sein, die helfen, das Undefinierbare zu definieren, die Lehrer der Neuen Energie. Ihr werdet die Unternehmen der Neuen Energie gründen und die Heilmethoden entwickeln.
Ihr werdet die Anführer für alle anderen Menschen sein - aber da gibt es etwas, das ihr euch hier und heute anschauen müsst: Sabotage. Angst vor der Vollendung. Und ich kann hören, wie ein paar von euch mir über ihren Verstand mitteilen, "Aber nein, Tobias, ich möchte die Vollendung wirklich!" Geh in dein Herz und deine Seele. Geh in den tiefsten Teil deiner selbst.
(Pause)
Vollendung bedeutet, dass du nie wieder irgendein weiteres Ziel haben musst, dass du nie wieder irgendetwas tun musst - du brauchst niemanden in Ordnung zu bringen und auch dich selbst nicht. Vollendung bedeutet, dass du den menschlichen Körper transzendieren kannst, dass du den menschlichen Verstand transzendieren kannst. Vollendung bedeutet, keinerlei Bedürfnis, Verlangen oder Wunsch nach materiellen Gütern zu haben, und doch alles haben kannst, was du willst. Vollendung bedeutet, dich selbst absolut zu lieben und keine Bücher mehr lesen zu müssen oder dir diese kleinen Sätze sagen zu müssen, wenn du vor dem Spiegel stehst, und dich in Wirklichkeit zu verabscheuen, während du es tust. (Lachen im Publikum) Vollendung, meine Lieben, bedeutet, wahrhaftig zu sein und dir selbst treu zu sein - und wahrscheinlich auch, aus der Existenz, wie du sie bisher kanntest, zu scheiden.
Warum hast du diese Sabotage betrieben? Warum hast du dieses Schloss gebaut und es dann zerstört? Warum hast du diese Schritte, diese Sprünge im Bewusstsein gemacht und bist weiter gegangen als irgendein Mensch, den wir je sahen, und lässt es dann zu, in die Schlucht der Dunkelheit zu fallen? Warum?
Ich kann dir die Antwort nicht liefern. Ich kann dir nur zeigen, was an deinem Tun beobachte. Ich kann dir kein Versprechen und keine Garantie geben, wie es sein wird, wenn du dich selbst in deinem Kreis vollendest, aber ich kann dir sagen, dass es den nächsten Kreis der Evolution einleitet.
Weißt du, wenn der Kreis vollendet ist, ist es eigentlich vielmehr eine Spirale. Dann dehnt sie sich aus. Dann wächst sie, dann geht es weiter. Nicht auf die gleiche Art, wie du es bisher erlebt hast, es verändert sich.
Liebe Shaumbra, während eurer Sommerpause möchte ich, dass ihr einen aufrichtigen Blick darauf werft, ob und warum ihr euch selbst sabotiert. Es gibt niemanden, der dir das antut. Diese energieraubende, dunkle, kalte Energie, die am Rande deines Erfolges auftaucht, ist deine eigene. Du hast sie vor langer Zeit zu dir eingeladen, und ebenso, wie du sie eingeladen hast, kannst du sie auch wieder ausladen. Ebenso, wie du sie erschaffen hast, kannst du sie auch ent-schaffen. Das ist ein ganz wundervolles Gesetz der spirituellen Physik: Alles, was du erschaffen kannst, kannst du auch ent-schaffen.
[…]
Adam und Isis
Bevor wir diesen Raum verlassen, möchte ich noch einen Gedanken mit euch teilen, der mit der Sabotage zu tun hat. Es ist eine weitere Sache, die wir auf dem Shaumbra-Radar erkannt haben, einer der weiteren Gründe, warum ihr euch sabotiert und euch die Vollendung, die Erfüllung, den Erfolg nicht erlaubt.
Ich werde hier eher in Metaphern sprechen, aber es steckt sehr viel Wahrheit darin. Wir sprachen oft darüber, dass ihr eine Vielzahl an verschiedenen Energien in euch habt – das Licht, das Dunkel; das Yin, das Yang; das Männliche und das Weibliche. Wir werden uns dazu die Geschichte von Isis und Adam ansehen, die das Weibliche und das Männliche in dir darstellen. Ich möchte sie aber dazu benutzen, ein weiteres Dualitätskonzept zu veranschaulichen, und zwar die innere und die äußere Ausdrucksform deiner Seele.
Vor langer Zeit, als du aus dem Großen Ganzen weggingst, als du durch die Feuerwand schrittest auf deiner Reise, die dich zur Erde bringen würde, erschufst du deine erste Aufspaltung, und das brachte einerseits dein Inneres hervor, den Spirit, den du nun deine Seele, deine Göttlichkeit nennst, und andererseits deine äußere Ausdrucksform, den Teil von dir, der hinausziehen würde in den leeren Raum, um die Wirklichkeit zu erschaffen. Jener äußere Ausdruck, der letzten Endes durch den Orden der Erzengel (Order of the Arc) zur Vollendung und Erfüllung auf diesen Planeten Erde kam.
Wir werden die Konzepte der Dualität benutzen und metaphorisch über Isis und Adam sprechen, aber macht euch klar, dass sie den inneren und äußeren Anteilen des Selbst entsprechen, dem Licht und dem Dunkel und jeder gegensätzlichen Dualität.
Als die Adam-Energie Isis verließ, verursachte das großen Schmerz, denn die beiden Energien sind im Grunde eins. Sie waren dazu bestimmt, beisammen zu sein. Sie waren immer verliebt. Ihr könnt euch also vorstellen, wie groß der Schmerz war, den die Trennung zwischen Isis und Adam hervorrief. Ihr könnt euch auch die Wut vorstellen, die entstand, als ein Teil von euch sich auf eine Reise begab und den anderen Teil in sich zurückließ. Es verursachte also den Schmerz von Liebe und Trennung, aber auch eine Wut, "Warum gehst du fort? Warum lässt du diese Trennung zu?"
Die männliche Energie, die Energie des Adam oder die Energie des äußeren Ausdrucks des Selbst, ging also fort in dem Wissen – beide Teile in dir wussten es – dass ihr wieder zusammen sein würdet, zur rechten Zeit und am rechten Ort. Dieser Teil von dir – lasst ihn uns die Adam-Energie nennen – Adam ging also fort, auf die Suche. Adam ging und suchte nach neuen Lösungen, aus seiner vollkommenen Liebe zu Isis heraus. Er wollte einen Ort schaffen, der so perfekt sein sollte, dass Isis zu ihm zurückkehren würde.
Adam begann also damit, das perfekte Schloss zu entwerfen und zu bauen, das perfekte Heim, den perfekten Ort. Und während er es baute, mithilfe seiner Vorstellung und seiner kreativen Ausdruckskraft, fragte er sich stets, ob es Isis auch gefallen würde – würde sie die Farben mögen? Würde sie den Stil mögen? Und er begann, ungeheuer an sich selbst zu zweifeln. Er fragte sich, ob Isis sich hier überhaupt wohlfühlen würde. Er fragte sich, ob er das alles vielleicht nur für sich selbst tat, oder ob es auch für Isis tatsächlich angemessen war.
Er machte sich Gedanken darüber, ob Isis ihn wirklich vermisste und wirklich liebte. Er überlegte sich, ob all das nicht womöglich Absicht von Isis war, um ihn loszuwerden. Er fragte sich manchmal, ob Isis ihm das absichtlich antat, um ihn zu zerstören, ihn zu unterjochen, ihn unbedeutend und klein zu machen. Seht ihr, diese Myriaden an gegensätzlichen Energien flossen durch Adam, während er an seinem perfekten Traumschloss für Isis arbeitete.
Und natürlich war das Schloss niemals gut genug. Oh, meiner Meinung nach ist es spektakulär, aber Adam arbeitet immer noch daran. Es ist ein Schloss, das niemals fertig werden kann, denn, liebe Shaumbra, Adam fürchtet in seinem doch ziemlich unausgeglichenen Herzen am allermeisten, dass er Isis einlädt, und sie es nicht gut findet.
Das würde bedeuten, dass sie ihn nicht gut findet. Und das würde bedeuten, dass es keine Wiedervereinigung gibt, dass es kein Vorwärtskommen gibt. Solange er also an seinem Schloss immer weiterbaut und es weiterhin abändert und an sich selbst zweifelt, solange er also das Spiel weiterspielt, muss er sich nie mit der Frage konfrontieren: Ist er der Rückkehr von Isis würdig? Ist er ihrer würdig?
Und Isis fragt sich die ganze Zeit, "Was wurde aus Adam? Warum hat er sich nicht gemeldet? Vielleicht liebt er mich gar nicht mehr. Vielleicht hat er eine andere gefunden. Vielleicht hat er mich betrogen! Vielleicht versucht er, Macht zu sammeln und an sich zu reißen. Vielleicht versucht er, mich zu zerstören. Vielleicht bin ich nicht schön genug für ihn. Vielleicht hat er etwas in sich selbst entdeckt, das von höherer Güte ist als ich es bin. Vielleicht bin ich es gar nicht wert, Adams Liebe zu empfangen. Vielleicht kehre ich ihm einfach den Rücken zu. Ich verberge meine Tränen, dann muss ich mich nie damit auseinandersetzen, ob er nach mir ruft oder nicht, ob er mich wieder bei sich willkommen heißt. Ich werde mich einfach ablenken. Ich tue alles, wenn ich nur nicht hinsehen muss."
Liebe Shaumbra, das ist die Geschichte von Isis und Adam. Es ist auch eure Geschichte. Es ist die Geschichte von eurem inneren und äußeren Ausdruck. Es ist die Geschichte des menschlichen Selbst und des Göttlichen. Vielleicht glaubst auch du, dass du nicht würdig bist; dass jenes Haus, das du gebaut hast, damit das Göttliche sich dir hier mit dir vereinigen kann, nicht gut genug ist; und deshalb versuchst du immer noch, das Haus weiterzubauen. Und vielleicht fragt sich deine Göttlichkeit jetzt, in diesem Moment, "Wie kommt es, dass ich noch gar keinen Ruf empfangen habe? Warum werde ich eigentlich nicht eingeladen an diesen heiligen, geweihten Ort, den man Menschenleben nennt?" Vielleicht glaubt das Göttliche, dass du es betrogen hast.
Und so geht dieses Spiel weiter und weiter. Die Täuschung setzt sich fort, die Trennung setzt sich fort. Denn was ist, wenn der Mensch das Göttliche gar nicht mag? Was ist, wenn er von seinem innigsten Vertrauten enttäuscht ist? Was, wenn er so viele Erfahrungen und so viele Geliebte in all seinen Erdenleben hatte, dass er sich selbst nicht mehr will? Was, wenn...?
In deiner Existenz bist du jetzt mit den allerwichtigsten Themen konfrontiert - du stehst der Vollendung und dem Annehmen gegenüber. Die große, dunkle Energie naht jetzt heran und fragt, "Was, wenn das Göttliche mich nicht leiden kann? Was, wenn es mein Haus beschissen findet? Wenn es findet, dass ich seiner nicht würdig bin? Was, wenn das Göttliche kommt und mir sagt, dass ich mindestens noch ein weiteres Dutzend Erdenleben brauche, bevor es auch nur in Erwägung ziehen wird, zu mir zu kommen?" Und das ist die Sabotage! Sie ist künstlich, und jene von uns, die sich in ihrem Dritten Kreis befinden, können euch sagen, es ist die größte Selbsttäuschung und der größte Betrug, den ihr euch jemals bescheren werdet. Aber es ist auch das größte Geschenk.
[…] |