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Über das Date mit mir Selbst, das Rendezvous

 

                                                                                                                                                     

 

Ich glaube, ich habe noch nie niedergeschrieben, was ich eigentlich tue in den 30 bis 40 Minuten (manchmal auch weniger!), die ich mich jeden Tag zurückziehe. Mein täglicher Treff mit mir selber sozusagen.
Also: Zunächst erde ich mich. 

Das war noch vor wenigen Wochen eine zeitaufwendige Sache. Ich habe mich genau an das gehalten, das ich bei Irene gelernt habe. Und das hat geeeedaaaauuuuert (mangels Übung), bis ich die Energie – meine göttliche Energie, mein göttliches Selbst in mir zirkulieren spürte.

Jetzt geht das ruckzuck. Ich stelle mich hin, atme ein paar Mal tief ein und aus, bewege mich ein bisschen, wackle mit dem Hintern, schüttle mich, hüpfe, lasse den Oberkörper nach unten hängen und atme in alle meine Verspannungen hinein. Dann richte ich mich langsam auf.

Ich stelle mir vor, dass sich nach unten ein Kanal öffnet – keine Einzelheiten, man gerät dabei nur ins hirnen, nur erlauben – und der Kanal ist offen mit allen Chakren, bis ins Herz von Gaia.

Ich stelle mir vor, dass sich ein Kanal nach oben öffnet, genauso wie nach unten – keine Einzelheiten, nur erlauben – der Kanal ist offen.

Ich erlaube, dass der Kanal sich in die Breite ausdehnt, bis er meinen Körper ca. 30 cm um mich herum umschließt wie eine Röhre.

Ich stelle mir vor, dass die Energie von Gaia von unten kommt und die Energie von Spirit von oben, sie vermengen sich innerhalb der Röhre und durchfließen mich und ich erlaube, dass alles, was nicht zu mir gehört, jetzt gehen darf. Ich erlaube, dass mein Körper sich selbst in vollkommene Balance bringt. Ich muß nicht wissen, wie er das macht. Er macht das von ganz allein. Er ist so weise.

Energie folgt den Gedanken, also passiert genau das was ich denke – auch wenn ich im Körper noch nichts besonderes spüre.

Ich setze mich jetzt hin, denn im Sitzen bin ich entspannter. Ich habe einen bequemen Ohrensessel, ein Kissen in den Rücken, eine Decke über die Knie – und noch mal tief durchatmen.

Ich erlaube mir jetzt, mich aaauuuszudeeeehnen. Die Röhre ist ja nun schon da, aber das Ausdehnen geht bei mir immer vom Herzzentrum aus, von jeher schon. Immer schon hatte ich das Gefühl, meine Essenz sitzt dort. Genau in der Mitte meiner Brust, unter dem Brustbein. Dort befindet sich eine Kugel aus reinster Energie –meine Essenz eben, der ich jetzt erlaube, sich auszudehnen.

Es ist das, was Irene mit „Aufmachen“ bezeichnet. Die Kugel dehnt sich aus und dehnt sich aus, manchmal nur ein paar Meter, manchmal bis ins Universum. Das ist unterschiedlich, je nach „Tagesform“.

Und während diese Ausdehnung vor sich geht, denke ich – oder besser ich versuche zu fühlen

„AUCH ICH BIN GOTT“.
Atmen. AUCH ICH BIN GOTT. Fühlen.
Atmen. AUCH ICH BIN GOTT. Fühlen.
Ich atme dieses AUCH ICH BIN GOTT in jede Zelle meines Körpers hinein.
Ganz am Anfang geschah das alles nur in meinem Verstand, nicht in meinem Körper.

Es war irgendwie außerhalb von mir, vollkommen getrennt, es gehörte irgendwie nicht zu mir.
Mittlerweile kann ich fühlen, wie meine Essenz, mein göttliches Selbst in mir zirkuliert - wie ein feines Vibrieren und Fließen fühlt sich das an- ein wundervolles Gefühl. Oft möchte ich einfach nur so sitzen und dieses Gefühl genießen.
Aber wie gesagt: ich musste das üben, ich musste erlauben, ich musste loslassen.
Ich habe das in früheren Einträgen beschrieben. Es ging nicht von heute auf morgen.
Und dann wage ich jetzt manchmal einen schüchternen Versuch, jemanden einzuladen. Wie Jeshua oben zum Beispiel.

Aber noch immer besteht ein Rest Ängstlichkeit – nein, es ist eigentlich keine Ängstlichkeit. Ich sehe mich tief drinnen immer noch als kleines, kleines unwürdiges Menschlein und die anderen als großartige göttliche Wesenheiten, die mir die unendliche Ehre erweisen, mich zu besuchen. Und ich halte die Luft an und erstarre in Ehrfurcht.

Ich muß das immer noch mit dem Verstand überbrücken und mir sagen: „Ich bin eine ebenso großartige Wesenheit, nur hineingepresst in einen menschlichen Körper, wagemutig, lebend unter dem Schleier des Vergessens. Eine Wesenheit, die etwas Unglaubliches auf diesem Planeten vollbringt. Überhaupt nicht klein, nein, im Gegenteil, ein Schöpfer, der zutiefst geehrt wird für das, was er hier tut. Und dessen Brüder und Schwestern warten und hoffen, dass sie mich besuchen dürfen, denn das dürfen sie nur mit meiner Erlaubnis!!“

Ja, und wenn es genug ist, dann spüre ich ein großes Verlangen mich zu strecken und zu räkeln und zu gähnen. Und dann gehe ich wieder meinen Beschäftigungen in 3D nach.




Anmerkung im Dezember 2005
Heute geht des In-den-Körper-kommen mit ein paar tiefen Atemzügen. Es ist alles nur eine Übungssache!



 

 

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