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   Krankheit und Gesundheit

 

 

 

Dieses Channeling wurde vor einem Live-Publikum am
09. Oktober 2005 in Haaren, NL, durchgeführt. Das gesprochene Wort wurde zum Zwecke besserer Lesbarkeit leicht redigiert.
Vom Englischen ins Deutsche übersetzt durch Dorothee Geray

 

Liebe Freunde,

Ich heiße Euch ganz herzlich willkommen und schicke Euch all meine Liebe. Ich liebe Euch alle so sehr. Meine Liebe für Euch hat nicht nur eine universale, sondern hat auch eine ganz persönliche Note, denn ich habe viele von Euch gekannt, als ich auf der Erde lebte.

Ich bin Jeshua. Ich habe als Jesus auf Erden gelebt und ich lebte unter Menschen, um ein Zeugnis der Liebe zu sein, die für uns alle verfügbar ist, aus der Quelle, die in uns selbst liegt. Nun ist die Zeit gekommen, dass Ihr das Licht übernehmt. Ihr seid die Saat, die heute aufgeht. Das ist es, was mit der Wiedergeburt Christi gemeint ist.   Nicht ich (der eine Mann, der einst auf der Erde lebte) bin derjenige, der wiederkommt, sondern die universelle Macht der Christusenergie, die jetzt in Euch geboren wird. Ich freue mich so sehr, Euch in diesem Prozess zu unterstützen, indem ich auf diese Weise bei Euch bin.

Zu Beginn dieser Saison, fragten Pamela und Gerrit mich, welche Themen ich gerne ansprechen möchte und ich sagte ihnen: „es ist egal, ich möchte einfach nur bei ihnen sein.“ Ich möchte Euch mit meiner Energie berühren und das ist genug für mich. Denn das Einzige, was zählt ist, dass Ihr die Flamme der Klarheit in Euch selbst fühlt, die Flamme der Wahrheit. Das ist die Essenz der Christusenergie.

Ich war ein früher Fackelträger, aber jetzt ist die Zeit gekommen, in der Ihr das Licht übernehmen müsst. Es ist wichtig, dass Ihr Euch darüber klar seid, wer Ihr seid. Ihr tragt dieses Licht in Euch und Ihr müsst Euch darüber klar werden, dass die Zeit gekommen ist, es der Welt zu zeigen, denn die Welt wartet darauf. Dies ist eine Zeit der Verwandlung, eine Zeit großer Veränderungen, die viele Gesichter zeigt, sowohl dunkel als auch hell. Die Zeit ist reif für Menschen, die einen neutralen Blickwinkel haben, die die Wellen der Gewalt und Zerstörung, die aufbranden können, von einem ruhigen und friedvollen Bewusstseinszu­stand aus beobachten können, und die dazu fähig sind, in Liebe da zu sein, vorurteilsfrei.

Heute will ich über Krankheit und Gesundheit sprechen. Aber vergesst nicht: mein Hauptan­liegen ist es, Euch fühlen zu lassen, dass ich da bin. Euch fühlen zu lassen, dass Ihr meines­gleichen seid und ich Euresgleichen bin. Wir sind Eins, wir sind die Träger einer bestimmten Lichtenergie und wir haben eine lange Zeit, während vieler Lebenszeiten daran gearbeitet, diese Energie zu gründen und zu erden. Dies ist Euer Job. Das ist Eure Mission.

Die Zeit ist gekommen, in der Ihr mich nicht länger als jemand betrachten dürft, zu dem Ihr aufseht. Ich bin ein Bruder und ein Freund für Euch, nicht ein Meister, dem Ihr folgen solltet. Ich möchte Euch mit den Energien der Liebe und der Wahrheit umgeben. Das ist alles, was ich tun kann. Jetzt ist es an Euch, für Euch selbst aufzustehen und das Licht Eurer Fackeln leuchten zu lassen.

Gesundheit und Krankheit ….  das ist ein Thema, das über kurz oder lang in den Leben aller Menschen auftauchen.

Zunächst möchte Ich Euch etwas über das Phänomen Krankheit sagen, darüber, was es wirklich aussagt.
Alle Krankheiten haben eine spirituelle Ursache.

Ich möchte Euch das erklären, indem ich zwischen den verschiedenen Körpern, die Ihr besitzt, unterscheide. Zusätzlich zu Eurem materiellen Körper, der für Euch alle sichtbar ist, besitzt Ihr auch einen Emotionalkörper, einen Mentalkörper und etwas, was Ihr als einen spirituellen Körper bezeichnen könnt.

Krankheit beginnt meist im Emotionalkörper. Von hier aus nisten sich bestimmte Blockie­rungen in den physischen Körper, auf materieller Ebene, ein. Häufig tragen Glaubenssätze des Mentalkörpers zusätzlich zur Entwicklung emotionaler Blockaden und damit auch zur Ausprägung einer Krankheit, bei. Ich spreche von tief sitzenden Glaubenssätzen oder Denkgewohnheiten. Häufig handelt es sich hierbei um Glaubenssätze darüber, was an Euch selbst richtig oder falsch ist.

Verurteilungen können buchstäblich eine Blockade in Eurem emotionalen Energiesystem hervorrufen. An solchen Stellen, an denen diese Blockaden auftauchen, wo die emotionale Energie nicht mehr frei fließen kann, wird in der Aura etwas wie ein Schatten sichtbar. Diese Energie kann sich im Körper festsetzen. Es muss nicht immer so sein, denn dieser Prozess nimmt einige Zeit in Anspruch und es gibt genügend Gelegenheiten, die Dinge emotional wieder ins Gleichgewicht zu bringen, bevor eine (körperliche) Krankheit daraus erwächst.

Deshalb, habt keine Angst vor blockierten Emotionen. Es ist genug Zeit vorhanden, diesen ins Ungleichgewicht geratenen Zustand wieder in Ordnung zu bringen. Aber es kann doch geschehen, dass Ihr an einem bestimmten Punkt nicht in der Lage seid, diese Blockade richtig zu behandeln, oder sie auch nur wahrzunehmen. Es kann sein, dass die Blockade Euch teilweise überhaupt nicht bewusst ist. Wenn das der Fall ist, hilft Euch das körperliche Symptom, die zugrunde liegende Blockade aufzudecken. Auf diese Weise sind körperliche Symptome oder Schmerzen die Sprache der Seele. Die Seele sehnt sich nach voller Kommu­ni­kation zwischen allen ihren Teilen. Die Seele fühlt sich glücklich, wenn ein freier Energie­fluss und eine konstante Erneuerung aller Aspekte ihrer Selbst stattfindet. Blockaden hindern diese Energien daran, frei zu fließen und das bedrückt die Seele.

Krankheit hat demnach eine Indikatorfunktion: sie zeigt Euch, wo Ihr eine Heilung nötig habt. Auch wenn Krankheit Euch negativ erscheint, in dem Sinne, dass Ihr durch alle Arten von Symptomen und Schmerzen geplagt werdet, liegt der Schlüssel doch darin, sie als einen Wegweiser oder einen Indikator zu betrachten.

Da Krankheit häufig eine blockierte Emotion repräsentiert, die (teilweise) über Euren eigenen Horizont hinausgeht, ist es nicht immer einfach, zu verstehen, wofür die  Krankheit oder das Symptom denn nun stehen. Manchmal scheint es sehr schwierig zu sein, herauszufinden, was Euch Eure Seele durch diese bestimmte Krankheit sagen will. In solchen Fällen müsst Ihr in Euch gehen und Euch genau untersuchen, in dem Sinne, dass Ihr Euch nach und nach der Energie bewusst werdet, die sich selbst in dieser Krankheit manifestiert, des Signals, das diese Krankheit für Euch darstellt und was es Euch sagen will.

Diese Bewusstwerdung wird oft durch die Tatsache beeinträchtigt, dass Ihr solche Angst davor habt, krank zu sein. Die Erste Reaktion auf Krankheit ist oft Verleugnung oder Widerstand. Ihr würdet lieber die Krankheit sofort verschwinden lassen, weil sie Euch Angst macht. Ihr habt Angst vor Abbau, Fehlerhaftigkeit, Zerfall und schließlich dem Tod. Die Panikreaktion ist bedauerlich, weil sie Euch daran hindert, die Krankheit von einer breiteren Perspektive aus zu sehen. Ihr könntet die Krankheit in einem anderen Licht betrachten. Ihr könntet sie auch als Botschafter der Veränderung, als eine Rückkehr zu etwas Wertvollem, was Ihr verloren hattet, betrachten.

Um die „Wegweiserfunktion“ von Krankheit zu verstehen, ist es überaus wichtig, zu den Symptomen und Schmerzen, die sich in Eurem Körper zeigen, „Ja“ zu sagen. Indem Ihr „Ja“ sagt, indem Ihr den Zustand Eures physischen Körpers annehmt, habt Ihr eigentlich schon das halbe Problem gelöst. Das Problem ist hier nicht die Krankheit selbst, sondern das, was sie darstellt, die darunter liegenden Blockade(n). Die Krankheit „durchlöchert“ Euch, sozu­sagen, und zwingt Euch, die zugrunde liegende Blockade näher anzusehen. Indem Ihr Euch der Krankheit zuwendet und mit Herz und Seele „Ja“ sagt, habt Ihr schon einen Teil der Blockade gelöst, ohne überhaupt zu wissen, was die Krankheit Euch sagen will.

Allerdings ist dieses „Ja-sagen“, diese grundsätzliche Haltung der Akzeptanz für Euch nicht leicht. Ihr könnt(emotional oder mental) einen Widerstand entwickeln, der Euch dazu bringt, immer wieder „nein“– manchmal indirekt und manchmal hartnäckig - zu dem sagen, was Euer Körper Euch anzeigt. Oft gibt Euch Euer Körper ganz deutliche Hinweise. Er gibt Euch zum Beispiel das Gefühl, dass Ihr eine Pause machen, bestimmte Aufgaben aufgeben, netter zu Euch selbst sein solltet, usw.. Auch wenn Ihr nicht wisst, wie Ihr Eure Krankheit auf spiritueller Ebene interpretieren sollt, könnt Ihr doch sehr häufig eine Menge aus diesen bestimmten Hinweisen herauslesen.

Aber wenn Ihr diese Körpersprache ignoriert und Euch weiterhin dieser Krankheit widersetzt, ist es sehr schwierig, zum spirituellen Kern und Nachricht der Krankheit vorzustoßen. Sie ist von zu viel Angst und Wut umgeben. Wahre innere Freiheit erlangt Ihr nur, wenn Ihr Euch Eurer Krankheit, Eurem Schmerz und Unbehagen und auch Euren Gefühlen von Angst und Abscheu von Angesicht zu Angesicht stellt. Umarmt sie und fragt sie ruhig und neutral: was willst Du mir sagen?

In Eurer Gesellschaft ist es nicht selbstverständlich, ein intimes Verhältnis zu Eurem Körper zu haben. Mit Eurem Körper wie mit einem Wesen zu sprechen, das Liebe und Respekt verdient, wird nicht als normal angesehen. Euch werden in Euren Gesellschaften viele idealisierte Bilder aufgetischt, wie Euer Körper aussehen sollte, was Fitness und Gesundheit betrifft, und hinsichtlich der „guten“ oder „schlechten“ Ernährung. Kurz gesagt, da gibt es alle möglichen Regeln und Standards, wie ein langes und gesundes Leben aussehen sollte.

Aber all diese idealisierten Bilder haben keine Beziehung zum Pfad der Seele. Der Pfad der Seele  ist überaus individuell. Deswegen seid Ihr gefordert, Euch ganz individuell auf Euch selbst einzustimmen, um die Wahrheit über die Krankheit, Symptome oder Spannungen, die Ihr mit Euch herumschleppt, herauszufinden. Ihr müsst all diese Ideen der Welt um Euch herum aufgeben und tief in Euch selbst nach Eurer eigenen Wahrheit suchen.

Das ist eine große Herausforderung für Euch, weil die Angst und die Panik, die Euch im Falle einer Krankheit überfällt, es Euch leicht macht, Euch an Autoritäten außerhalb Eurer selbst zu hängen. Ihr fangt an, nach externen Autoritäten zu suchen, die Euch einen Rat geben und trösten können. Das können Ärzte oder Experten in alternativen Heilmethoden sein; das macht im Wesentlichen keinen Unterschied. Der Knackpunkt ist, dass Ihr aus der Angst heraus Eure eigene Verantwortung in diesem Moment teilweise an andere abgebt.

Natürlich ist nichts falsch daran, einen Expertenrat anzuhören und häufig sind sie sehr vernünftig. Aber dann ist es notwendig, dass Ihr dieses Wissen in Euch aufnehmt und es in Eurem eigenen Herzen abwägt. Schätzt den Wert dieses Wissens. Nur Ihr selbst seid der Boss, der Meister Eures eigenen Körpers, Eures eigenen Lebens. Nur Ihr selbst wisst, was das Beste für Euren Körper ist. Im wahrsten Sinne des Wortes seid Ihr selbst der Schöpfer Eures Körpers.

Intimität mit Eurem eigenen Körper wiederzugewinnen, bedarf der Übung, es kommt nicht von alleine. Gebt nicht zu schnell auf. Wenn Ihr mit dauernden Spannungen und Symptomen zu tun habt, versucht sie erneut zu untersuchen. Nehmt Euch einen Moment, Euch selbst zu entspannen und dann wandert mit einem neutralen Bewusstsein zu den Stellen Eures Körpers, an denen sich die Energie der Krankheit oder das Symptom zeigt. Bittet den Schmerz oder die Krankheit, die Gestalt eines virtuellen Lebewesens anzunehmen, damit Ihr Euch damit unterhalten könnt. Bittet darum, dass es als Tier, als Kind oder als Mensch erscheint. Oder bittet es als ein Lehrer zu erscheinen, egal in welcher Form. Macht Gebrauch von Eurer Vorstellungskraft. Die Vorstellungskraft ist ein überaus wertvolles Instrument, um die tiefsten Regungen Eurer Seele aufzuspüren.

Wenn Ihr das tut, und Ihr merkt, dass Euer Körper antwortet – mit Bildern oder Gefühlen – dann könnt Ihr Euch freuen. Es kann sein, dass Ihr Glücksgefühle empfindet über den wiedergefundenen Vertrag, die wieder gewonnene Intimität. Sobald Ihr realisiert, dass Ihr die Einzigen seid, die dies tun können, dass nichts oder niemand außerhalb Eurer selbst diese Aufgabe vollbringen kann, Euren Körper von innen her zu kennen, werdet Ihr in neues Selbstvertrauen spüren. Dieses Selbstvertrauen macht es für Euch viel einfacher, zu erfahren, was Eure Krankheit Euch sagen will. Es hindert Euch daran, die Antworten, die Ihr von Eurem Inneren Selbst bekommt, einfach aufgrund all der mentalen Ideen oder Vorschläge Anderer beiseite zu schieben. Intimität mit Eurem Körper ist immer von allerhöchstem Nutzen, aber vor allem dann, wenn der Körper Krankheiten oder Symptome zeigt.

Ihr lasst Euren Körper durch Liebe sprechen. Ihr werde keine echte Kommunikation mit Eurem Körper herstellen, wenn Ihr versucht, die Krankheit zu beseitigen, indem Ihr hartnäckig heilende Affirmationen oder Visualisierungen wiederholt. Das ist immer noch eine Form des Kampfes oder des Widerstandes. Der Schlüssel ist, dass ihr anfangt, die Bedeutung des kranken Teils Eures Körpers zu verstehen. Wenn Ihr das versteht, können die Dinge überwunden und die emotionalen Blockaden beseitigt werden. So funktioniert der Heilungsprozess. Nicht auf die eine oder andere Weise gegen die Krankheit anzukämpfen, sondern sie wie einen Freund willkommen heißen, der Euch die richtige Richtung zeigen will. Das ist schwer zu verstehen, weil Euch die Krankheit so beängstigt und stresst. Und doch, zu verstehen, dass Euer einziger Weg, Euer Weg zum Licht darin besteht, die Krankheit zu akzeptieren.

Der Sinn und Zweck der Krankheit besteht darin, ein besseres und tieferes Verständnis Eures Selbst zu gewinnen. Das Resultat kann in körperlicher Heilung bestehen. Aber so ist es nicht immer. Die Krankheit verschwindet nicht immer, sobald Ihr zur Wurzel der emotionalen Blockade vorgedrungen seid.

An diesem Punkt möchte ich etwas zu chronischen und unheilbaren (tödlichen) Krankheiten sagen.

Im Falle einer chronischen Krankheit handelt es sich um dauerhafte körperliche Beschwerden, die immer wieder kommen. Vor allem während anfälliger Perioden, in denen Ihr mehr oder weniger den Kontakt zu Eurem Inneren Selbst verliert, kommen die Symptome an die Oberfläche, manchmal sogar in steigendem Maße. Das kann ziemlich entmutigend sein. Deshalb bitte ich Euch, die Krankheit von einer breiteren Perspektive aus zu betrachten. Versucht nicht, die Krankheit zu verscheuchen. Versucht, sie als willkommenen Gast zu sehen.

Menschen mit chronischen Krankheiten unterziehen sich einer sehr harten Aufgabe. Auf der Seelenebene haben sie eingewilligt, sich den Ängsten, die im Zusammenhang mit ihrer Krankheit auftauchen, zu stellen und idealisierten Bildern, wie jemand sein Leben führen sollte, entgegenzutreten. Diese Herausforderung anzunehmen, bedarf jeder Menge Mut.

Häufig geschieht es, dass eine Seele eine chronische Erkrankung wählt, um ein spezielles Thema auf ganz besonders fokussierte Weise auszuarbeiten. Die Krankheit wirft Euch ständig wieder auf bestimmte Emotionen zurück. Es gibt ein emotionales Muster, das die Krankheit begleitet. Wieder und wieder mit diesen Emotionen zu tun zu haben, ist eine sehr schwere Aufgabe, aber sie trägt für die Seele reiche Früchte.

Häufig haben solche Leben eine große Tiefe und einen inneren Reichtum, der für andere nicht immer leicht erkennbar ist. Deshalb ist es oft keine Unterstützung, ständig zu kämpfen oder auf eine Verbesserung der medizinischen Situation zu hoffen. Tatsache ist, dass die Krankheit häufig spiralförmig verläuft, immer wieder Wellenbewegungen in Richtung Besserung macht, obwohl Ihr anscheinend andauernd wieder auf die alten Symptome zurückfallt. Aber so funktioniert das auf der spirituellen Ebene nicht. Auf dieser Ebene fallt Ihr nicht zurück, sondern Ihr erreicht größere Tiefe im Umgang mit Euren Gefühlen, die Ihr vielleicht in früheren Leben übersehen habt.

Dies ist auch auf Erbkrankheiten oder angeborene körperliche Defekte anwendbar. In diesem Zusammenhang sprecht Ihr häufig vom Karma, aber ich bin vorsichtig mit diesem Konzept, weil Ihr die Tendenz habt, Karma mit Verbrechen und Strafe in Verbindung zu bringen. Aber so funktioniert das nicht. Die Seele hat das tiefe Verlangen, sich selbst im Äußersten zu kennen und frei zu sein. Dies ist ihr tiefstes Verlangen. Ausgehend von diesem tiefen Wunsch, nimmt sie manchmal Krankheiten, Beschwerden oder körperliche Defekte in Kauf, die ihr dabei helfen, Ihr Ziel zu erreichen. Da ist ein starker Wunsch, befreit zu werden und manchmal besteht der beste Weg dorthin daraus, (extrem) schwierige Umstände in Deinem eigenen Körper zu erfahren. Dieser Absicht können wir nur mit größtem Respekt begegnen. Vor allem in Eurer Gesellschaft, in der ein unmenschliches Idealbild verehrt wird, wie man funktional, nützlich, schön und erfolgreich zu sein hat! Diese idealistischen Ideen machen es noch schwieriger, Euer Leben mit einem Handikap zu leben und es dennoch als bedeutungsvoll und freudvoll zu erfahren.

Es sind die ganz Mutigen unter Euch, die solch ein „schwaches“ Leben auf sich nehmen. Sie strahlen oft auch eine Art von Klarheit und Würde auf Andere, deren Leben so einfach verläuft, aus. Wenn Ihr nach den gängigen Regeln der Gesellschaft erfolgreich seid, ist es generell schwieriger für Euch, darüber nachzudenken, wer Ihr wirklich seid und welches Eure Ziele in diesem Leben sind. Vor allem diejenigen, die krank und unsicher sind, haben für diese Menschen eine Art „Wegweiserfunktion“. Sie sind ein Vorbild für Wahrheit und Klarheit. Denn Wahrheit bedeutet nicht Perfektion, sondern Liebe und Anerkennung von allem, was da ist.

Abschließend möchte ich etwas über unheilbare, tödliche Krankheiten sagen. Manchmal ist es offensichtlich, dass jemand eine Krankheit nicht weiter überleben wird. Der Körper gibt sich nach und nach der Krankheit geschlagen. Der „irdische Rahmen“ übersteht es nicht. Was tut die Seele, die sich in diesem Moment in dem Körper befindet? Solange Ihr die Krankheit bekämpft, könnt Ihr nicht mit Eurer Seele in Kontakt treten, mit Eurem inneren Wissen, das Euch sagt, dass es Zeit ist, Abschied zu nehmen. Manchmal fühlt Ihr schon im Voraus, dass Ihr gehen müsst, aber dieser Gedanke erfüllt Euch mit solchem Horror und solcher Traurigkeit, dass Ihr weiterkämpft. Ihr wartet ungeduldig auf die neue Medizin, die entwickelt wird oder Ihr wartet auf eine neue Behandlungsmethode in naher Zukunft, die Euch helfen kann.

Das ist durchaus verständlich und ich will auch diese Haltung auf keinen Fall verurteilen, aber Ihr schadet Euch damit selbst auf furchtbare Weise. Wenn Ihr loslasst und dem Tod erlaubt, näher zu kommen, werdet Ihr feststellen, dass der Tod kein Feind, sondern ein Freund ist. Der Tod erlöst Euch von dem Kampf.

Wenn Ihr dem folgt, was Euch der Tod sagen will, werdet Ihr bestimmte Stadien durchlaufen, bevor Ihr wirklich sterben werdet. Diese Stadien haben mit einem graduellen Loslassen aller irdischen Dinge zu tun, Eurer Lieben, Eurer (irdischen) Umgebung, Eurer Sinne, mit denen Ihr alles um Euch herum wahrnehmt. Dies ist ein schöner, ganz natürlicher Prozess.

Es wäre ein Jammer, diesen Prozess durch eine Haltung des Kampfes, in dem Ihr um jeden Preis versucht, am Leben festzuhalten, zu überschatten. Oft ist der Körper schon so schwach, dass das Leben gar nicht mehr lebenswert ist. Lasst los. Der Tod ist ein Erlöser, der Euch dienen will. Der Tod ist nicht Euer Feind. Er bringt Euch neues Leben.

Wenn Ihr mit jemandem zusammen seid, der unheilbar krank ist und wenn Ihr das Gefühl habt, dass er weiß, dass er sterben wird, versucht, sanft und liebevoll mit Ihm darüber zu reden. Es ist eine Erleichterung für die Person, die gehen wird. Das Wertvollste und Liebevollste, was Ihr für einen Sterbenden tun könnt, ist, bei ihm zu sitzen und seine Hand zu halten. Da ist nichts anderes, was Ihr wissen oder tun müsstet, wenn Ihr einen Sterbenden begleitet.

Die Pflege Sterbender ist sehr wichtig in Eurer Gesellschaft. Eines Tages werdet Ihr alle damit in Euren Familien oder in Euren Bekanntenkreisen konfrontiert werden. Seid einfach für den Sterbenden da und fühlt diese Reise, die hier beginnt. Fühlt diesen machtvollen, kraftvollen Moment, in dem die Seele den Körper verlässt und in das andere Reich überwechselt, nach Hause.

Betrachtet eine Krankheit, die zum Tode führt, nicht als einen Feind, gegen den Ihr am Ende verlieren werdet. Es ist kein Kampf. Sehr häufig kommt der Tod, um Euch vor noch mehr Schmerz und Elend zu bewahren. Ihr seid ganz sicher keine Verlierer. Ihr werdet einfach Euren Weg auf andere Weise fortsetzen.

Manchmal gibt es da bestimmte Dinge, die Ihr gerne erlebt hättet oder die Ihr noch in diesem Leben hättet überwinden wollen, und die Ihr nicht zu Ende führen konntet. Das mag Euch belasten, und nicht nur Euch, sondern auch diejenigen, die Ihr zurücklassen müsst. Und doch, ich bitte Euch, dies in Frieden loszulassen, denn da ist eine tiefere Weisheit, die Euch führt und die Euch und Eure Lieben unter neuen und besseren Umständen wieder zusammenführen wird. Eines Tages werdet Ihr wieder zusammen sein und das Leben feiern.

Heute ist meine größte Bitte im Bezug auf Krankheit wirklich: nehmt Eure Krankheit an. Umgebt die Krankheit mit Liebe und Bewusstsein und lasst Euch durch sie zu einem tieferen Verständnis von Euch selbst führen. Fühlt die Liebe, die Euch allen zur Verfügung steht, ob Ihr nun gesund seid oder krank. Da ist soviel Liebe um Euch herum, die Euch immer und jederzeit zur Verfügung steht, sobald Ihr Eure Vorurteile hinter Euch lasst. Vorurteile darüber, was Ihr verdient und was nicht, was Ihr richtig und was Ihr falsch macht und all die Dinge, die Ihr immer noch tun und erreichen müsst. Lasst sie los. Liebe ist gegenwärtig, hier und jetzt, für Euch alle.

 

Das war die letzte Nachricht der Heilungs-Serie. Ab Dezember 2005 werden wir eine neue Serie von Channelings beginnen, die heißt: „Lichtarbeiter in der Neuen Zeit“.


© Pamela Kribbe

© dt. Übersetzung: Dorothee Geray

www.jeshua.net/de


 

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