Das Crimson-Circle-Material Die [NÄCHSTE]-Serie, SHOUD 11 „Spiral-Erfahrung“ präsentiert von Adamus, gechannelt durch Geoffrey Hoppe am 4. Juni 2011
[…] Geheimnisse? In Norwegen wurde mir eine interessante Frage gestellt, vielleicht eine der interessantesten und tiefgehendsten und der am meisten irritierenden Fragen in Norwegen. Die Frage war ungefähr: "Adamus", und diese Person hat es übrigens ernst gemeint: "Adamus, was ist das Geheimnis? Was verbirgst du uns? Ich weiß, dass du etwas für dich behältst. Was ist es? Was ist es?" Nun, das war eine interessante Frage, denn diese Person war wirklich davon überzeugt. (Adamus trinkt einen Schluck.) Hmm. Möchtest du auch mal? Diese Person war absolut davon überzeugt, dass ich etwas für mich behalte und wenn nicht ich, dann verschweigt es jemand anderes, ein Buch, ein aufgestiegener Meister. Es ist, als hätten wir ein Geheimnis, das wir bewusst verschweigen, wie eine große Karotte, wie ... Manche würden sogar sagen, dass ihr zu immer mehr Workshops und Kursen geht und dass ihr davon abhängig werdet. Ich sage euch gleich, ihr müsst zu keinem Workshop oder Kurs gehen. Das braucht ihr nicht. Es gibt nichts, was ihr lernen müsstet. Es gibt keine Geheimnisse. Es gibt keine. Das ist das Geheimnis, dass es keine Geheimnisse gibt. Es gibt nichts, was wir − ich und auch jeder andere, mit dem ich zusammenarbeite, Tobias und all die anderen − nichts, was wir zurückhalten. Aber es war eine interessante Frage unter dem Gesichtspunkt, dass sie so viel mentale Energie enthielt. Das war eine Person, die immer noch versucht, vielleicht ein bisschen so wie ihr, es herauszufinden, die immer noch versucht, es (Anm.: mit dem Verstand) herauszufinden. Als wäre das ein riesiges Puzzle und wir hätten die Puzzleteile überall in der Hölle und in der Verdammnis und im Rest des Universums versteckt, damit ihr sie finden und zusammenpuzzeln könnt. Als ob wir nichts Besseres zu tun hätten, als Puzzlestücke zu verstecken! Nein, liebe Shaumbra! Das ist lustig. Die lustige Seite? Ja, gut. (Gelächter) Das war eine interessante und stichhaltige Frage, denn es ist mein Wasserglas. Es ist, als ob ich jeden Tag, jede Woche, jeden Monat mein Glas mit etwas füllen lassen müsste, eine solche Auffüllung bräuchte. Habt ihr schon einmal bemerkt, in all diesen Lebzeiten, die ihr auf der Erde hattet mit all den Auffüllungen, die ihr euch immer wieder geholt habt, dass das Glas ein Loch im Boden haben muss oder dass diese ganze Illusion falsch ist? Und ich würde infrage stellen, dass die ganze Illusion vollkommen falsch ist, denn es geht nicht darum, eine Auffüllung zu bekommen. Es geht hier nicht um irgendein Geheimnis. Es geht nicht darum, sich auffüllen zu lassen und zu lernen und dann, am Schluss, von irgendeiner Glückseligkeits-Makyo überzufließen. Es geht darum, Erfahrungen zu machen. Das ist alles. Es geht um die Erfahrungen. Diese Person, die jene Frage gestellt hat, war offensichtlich nicht dabei, ihr Leben zu erfahren. Sie war dabei, es herauszufinden, zu ergründen. Sie hat viel gelesen, da bin ich sicher. Es würde dich zu Tränen langweilen, wenn ihr ein Wochenende mit ihm verbringen müsstet. (Gelächter, während Adamus darauf wartet, dass die lustige Seite gezeigt wird.) Oh, ja, das hier ist eine zähe Gruppe, eine starke Gruppe. Könnte ich eins von diesen elektronischen Geräten haben, als Stichwort für mich, zu lachen? (Band mit Lachen wird abgespielt.) Diese Person hat sich also offensichtlich nicht im Erfahrungsmodus befunden. Sie war in ihrem Verstand. Sie war offensichtlich dabei, sich ihr Glas mit Wasser füllen zu lassen, anstatt ihre eigene Erfahrung zu entwickeln. Sie befand sich offensichtlich in einer Art von Energie, in der sie sich selbst nicht liebte. (Adamus ist im hinteren Teil des Raumes und lässt sich erklären, wo er den Knopf für das Gelächter drücken kann.) Jetzt weiß ich endlich, wo er ist. Wenn ihr mich also hier hinten seht, wisst ihr, dass ich das Lachen abspiele. Aber eine interessante Frage, ob es ein Geheimnis gibt, ob es etwas gibt, das zurückgehalten wird. Ich glaube, das Geheimnis ist, dass es a) kein Geheimnis gibt und b) dass es nichts herauszufinden gibt und je früher wir darüber hinweg kommt, desto besser. Es gibt keine einzige verdammte Sache, die ihr herausfinden müsst. Diese Sache mit dem Herausfinden, wie es die Menschen wollen, ist zwanghaft. Es ist abscheulich. Es kostet Energie. Es ist ein Affentheater. Es gibt nichts herauszufinden. Es gibt alles zu erfahren. Wie oft hältst du dich selbst vor einer Erfahrung zurück, vor einer Erfahrung, welche dich unter Druck setzen könnte, dich aus deiner Komfortzone stoßen könnte, eine Erfahrung, wie eine Firma zu gründen, etwas Verrücktes zu tun, eine Reise zu unternehmen? Einige von euch hier würden gerne eine Reise unternehmen, aber finden sich selbst gegenüber 1000 Entschuldigungen dafür, warum sie es nicht tun. Ihr sagt, ihr habt kein Geld, keine Zeit, habt Angst zu... (Zu der "Schwangeren":) jedes Mal, wenn ich dich anschaue... (Adamus kichert) SHAUMRA (Frau): ...dehne ich mich aus. ADAMUS: Ja, du dehnst dich aus. Interessant! (Gelächter) Würdest du einen Moment hierher kommen? Du bist das perfekte Beispiel − und allein Gott weiß, wofür − aber, du bist das perfekte Beispiel für etwas. Vielleicht kann mir das jemand sagen. Das perfekte Beispiel von dem, worüber ich hier spreche. Du bist offensichtlich ein bezauberndes, attraktives, schönes, intelligentes und sehr bewusstes Wesen − und ich meine jedes Wort, das ich gesagt habe. SHAUMBRA (Frau): Ich stimme dir zu. ADAMUS: Du stimmst mir zu. Das ist gut. Du hast also deine Komfortzone verlassen und dich verkleidet; Du hast Spaß. Du machst eine Erfahrung. Du bringst ein Lächeln auf die Gesichter von vielen anderen, aber du lässt dich auch selbst eine Erfahrung machen. Und ich lobe dich dafür. (Adamus will sie umarmen, aber unterbricht dann.) Oh, ich muss vorsichtig sein. (Gelächter, während sie ihm folgt und er versucht, zu entkommen.) Oh, ich lobe dich dafür, dass du dich so ungeheuerlich verhältst und dafür, dass du den Akt des Lebens begreifst, die Tatsache, dass das Leben ein Akt ist. Deine Identität ist ein Akt und in dem Moment, in dem du beginnst, damit zu spielen, macht es Spaß. Beim Nachhause-Gehen wirst du lächeln, denn du bist nicht mehr hier (zeigt auf seinen Kopf). Und dieses "hier" ist sehr gut. Du bist sehr scharfsinnig, aber du hast das auch gut ausgeglichen. Schau mich nicht so an. (Gelächter) Das sieht ja aus, als wolltest du den Mist aus Cauldre heraus prügeln. Sie ist bereit, zu spielen, Spaß zu haben und Erfahrungen zu machen. Und, seht ihr, da ist dieser Ausschlag in ihrer Spirale. Sie füllt nicht etwa Wassergläser, die sowieso wieder auslaufen (großes Gelächter, während er ihr Kostüm entsprechend anpasst.). Sie bewegt sich also in der Spirale. (Adamus geht weit weg von der Frau.) Kann ich hier sitzen? (Gelächter) Oder, ich glaube, noch besser wäre es... (Viel Gelächter, während Adamus rausgeht.) Also, sie dehnt sich aus und bewegt sich spiralförmig. Sie hat Spaß und... Wir wollen jetzt nur wissen, ob die Luft rein ist. Ist es sicher, wieder hereinzukommen? (Antwort aus dem Publikum: Ja.) Das hab ich nicht verstanden. (Jemand sagt: Sie sitzt wieder.) O.k., dann, gut. (Er kommt zurück.) Hej! Also, Shaumbra, nehmt einen tiefen Atemzug. Gerade eben sind wir wieder durch ein paar dieser kleinen Dinger gegangen, ein paar weitere kleine Spiralwindungen. Es gibt also keine Geheimnisse, es geht darum, das Leben zu erfahren. Und Erfahrung muss nicht als, wie würdet ihr sagen, gut oder schlecht beurteilt werden. Am Ende ist sie immer fantastisch, ist sie immer wunderschön und bedeutet sie immer Ausdehnung. Ihr müsst euch keine Gedanken darüber machen, ob sie weh tut oder nicht. Schmerz kommt, wisst ihr, immer ursprünglich vom Verstand. Der physische Körper weiß nichts vom Schmerz, ohne dass der Verstand es ihm sagt, er weiß nicht (Adamus schlägt David auf die Schulter) − Sorry – dass er Schmerz empfindet (schlägt David noch einmal). (David schlägt zurück. Großes Gelächter.) Ah, ah. Der Körper kennt keinen Schmerz ohne den Verstand. Es gibt keine Emotionen ohne den Verstand. Der Verstand ist das Zentrum eurer Emotionen. Gefühle, wahre Gefühle sind nicht schmerzhaft. Sie sind erfüllend. Sie sind faszinierend. Sie sind sehr sinnlich, aber sie sind niemals schmerzhaft. Ein echtes Gefühl, die Bewusstheit und das Bewusstsein dessen, kann nicht schmerzhaft sein. Also, Larry, was ich zu allen Larrys in euch sage, Bewusstsein ist nicht schmerzhaft. Ihr steht oben an der Klippe, ihr steht am Rand eines Abgrunds oder dessen, was ihr für einen Abgrund haltet, obgleich es überhaupt keiner ist, sondern es ist nur eine von diesen Illusionen − und ihr sagt: "Aber wie viel Schmerz wird es bedeuten, wenn ich diesen Schritt gehe, wenn ich aufhöre zu versuchen, es mental zu ergründen und wenn ich aufhöre, mir selbst Gründe dafür zu nennen, warum ich nicht die Dinge tue, die ich liebend gern tun würde?" Darin ist kein Schmerz enthalten. Das Bewusstsein kennt keinen Schmerz. Ist das nicht ein wundervolles Konzept? Der Verstand, das Gehirn erschafft Schmerz. Das Gehirn erschafft Emotionen, vom Gehirn erschaffene Emotionen sind schmerzhaft, aber sie sind keine wirklichen Gefühle. Das ist kein echtes Bewusstsein. Lasst uns nun einen tiefen Atemzug nehmen... Es gibt keine Geheimnisse. Nichts wird zurückgehalten. Das ist der Verstand, der sich einschaltet auf seine wunderschöne, aber hinterlistige Art und Weise. Der Verstand schaltet sich ein und sagt: "Hier muss es doch etwas herauszufinden geben." Der Verstand ist programmiert, er ist ein kleiner Roboter. Er ist dazu programmiert, immer alles herauszufinden und ihr lasst ihn das tun. Ganz besonders während der vergangenen paar Wochen, als die Dinge stressig geworden sind − und viele von euch werden besser darin, nicht immer alles als euer Eigenes in euch aufzunehmen, weil ihr bemerkt, dass es von woanders kommt − seid ihr immer noch eurer Neigung gefolgt, den Verstand einzuschalten, zu analysieren und zu quantifizieren, was da geschieht. Auf diese Art habt ihr seit langer Zeit funktioniert. Es geht um die Erfahrung Stellt euch einen Augenblick lang vor, dass es keinen Verstand gibt, der versucht zu quantifizieren, oder, wenn doch, mit dem es zumindest so ist, wie mit diesem verdammten Ventilator hier vorne. Ihr ignoriert ihn einfach. Er ist da, aber ihr ignoriert ihn, ähm, um Linda von Eesa nicht zu ärgern. Der Verstand hat das also sehr oft getan, vor allem in den letzten paar Wochen, hat sich eingeschaltet mit kleinen Botschaften. "Was ist hier los? Besteht Gefahr? Was muss ich jetzt tun? Wie kann ich all diese Teile zusammensetzen? Wie kann ich herausfinden, was hier los ist?" Und ihr könnt es eben nicht. Ihr könnt es nicht. Würdet ihr euch damit wohl fühlen? Könnt ihr das? Es ist nicht einfach, besonders bei diesen vielen Programmierungen. Der Verstand sendet kleine Nachrichten aus und er muss immer analysieren, einordnen, verpacken und irgendwo lagern. Könnt ihr das (er deutet auf die Spirale), einfach diese Pausen einlegen, einen tiefen Atemzug nehmen und euch selbst gestatten, euch zu entwickeln? Könnt ihr eine Erfahrung haben, ohne zu versuchen, sie zu analysieren? Ich werde es für euch in sehr menschliche Worte kleiden: Könnt ihr einen kleineren Autounfall haben, ohne zu versuchen herauszufinden, warum? (Jemand sagt: Hah!) Ha, ha, ha. (Adamus kichert.) SHAUMBRA (Mann): Danke. ADAMUS: Danke, ja. Einen kleineren, habe ich gesagt, einen kleineren. Stellt euch vor, was passiert, wenn ihr irgendwo entlang fahrt und euch jemand reinfährt. Nicht stark, aber er fährt euch rein. Sofort stellt ihr euch die Frage: "Was will Spirit mir damit sagen?" Und das ist der Verstand. Das ist nicht euer Spirit. Der ist nicht hier. Auf einmal meldet sich hier ein Teil eures Körpers, der austeilt, der schmerzt und ihr sagt so etwas wie: "Was mache ich nur falsch?" Nichts. Ihr macht nur gerade eine Erfahrung. Gelächter, bitte. (Lachen vom Band.) Ihr verpasst eine Verabredung und versucht herauszufinden, was da los war. "Was hat Adamus da vor acht Monaten − ihr wisst schon − auf Seite 14 gesagt?" Es ist egal. Ihr macht gerade eine Erfahrung. Und nur darum geht es. Es ist wundervoll. Es ist wunderschön. Und in dem Moment, indem ihr euer Gehirn aus dieser Erfahrung heraushalten könnt, in dem Moment, in dem ihr aufhört, meine ich, euer Gehirn die Erfahrung steuern zu lassen, wird es großartig. Dann wird es euch egal sein, wie viele Autos in eures hineinfahren. Euch werden die Schmerzen und Blessuren eures Körpers egal sein. Und wenn ihr aufhört, euch darauf zu konzentrieren, wisst ihr, was dann geschieht? Es besteht keine Notwendigkeit mehr dafür. Ihr steigt auf eine neue Ebene der Erfahrung auf. Das ist toll, wirklich großartig. Man könnte also sagen, ihr folgt hier diesem Muster ziemlich schmerzvoller Erfahrungen, sich wiederholender Erfahrungen, die nicht besonders erfüllend sind. Wie erfüllend ist es jetzt wirklich, diese Schmerzen und Blessuren zu haben? Wie erfüllend ist es, pleite zu sein? Es sind Erfahrungen, aber sobald ihr sie loslasst und damit aufhört, ihren Sinn zu suchen, sobald ihr diese mentale Aktivität unterbrecht und stattdessen nun nur der Spiralbewegung folgt, − Wusch! − ohne zu definieren, ohne eine Definition, dann befindet ihr euch in der reinen Erfahrung. Das ist am Anfang ein bisschen beunruhigend, denn schließlich habt ihr 1400 so-und-so-viel Lebenszeiten auf der Erde verbracht, in denen ihr versucht habt, es herauszubekommen, in denen ihr mental wart. Ihr seid es nicht gewöhnt. Es ist Angst damit verbunden. Aber, liebe Shaumbra, in den kommenden Wochen, vor allem da die Dinge ein bisschen stressiger und ein bisschen herausfordernder werden, lasst dieses Herausfinden-Wollen los. Lasst all diese schlauen, kleinen Sätze und schlauen kleinen Worte los. Lasst die alten Gewohnheiten und Neigungen los. Nehmt einfach nur einen tiefen Atemzug − und wenn ihr schon etwas tun wollt, so visualisiert euch selbst in dieser sich ausdehnenden Spirale. Das bist du. Das ist dein Leben. Das ist deine Erfahrung des Lebens auf der Erde. Das macht es so viel einfacher! Ich habe es schon vor langer Zeit gesagt, als Tobias ging: Kein Bearbeiten mehr. Ihr tut es immer noch, aber viel weniger, denn bearbeiten ist mental. Bearbeiten bedeutet, dass da etwas nicht in Ordnung ist und repariert werden muss. Was, wenn das nicht der Fall ist? Was, wenn ihr euch nur in alten Mustern alter Erfahrungen befindet, die euch heute wirklich langweilen und wenn es in Wirklichkeit überhaupt nichts zu reparieren gibt? Bearbeiten, bearbeiten, ihr kennt diese mentale Qual, diese Angst, dieses, ihr wisst schon... Es ist dieses Füllen des Glases für den Moment. Es heißt, hier ein bisschen Saft hineintun, ein bisschen Wasser oder was auch immer, und es hilft denen, die gerne bearbeiten, sich ein bisschen besser zu fühlen. Haben sie noch nicht herausgefunden, dass das Glas irgendwo leckt? Es bleibt nichts drin. Und dann bezahlen sie auch noch eine Menge Geld, eine Menge Geld, für etwas, das ihnen im Endeffekt nicht wirklich besonders gut dient. Bearbeiten ist eine Funktion des Verstandes. Bearbeiten ist eine Form der Erfahrung, aber sie ist sehr begrenzt, wie gesagt. Sie nimmt euch die Luft, tatsächlich. Sie erstickt euch, denn ihr geht immer wieder zu dem alten Mist zurück, zu euren alten Themen. Ihr geht immer wieder dorthin zurück und versucht weiß Gott was, es auf jemand anderen zu schieben, es zu analysieren, in eine Perspektive zu stecken - und es funktioniert nicht. Es war eben einfach nur eine Erfahrung. Außerdem, ich habe hier in diesem Raum schon sehr oft darüber gesprochen (Adamus bleibt stehen und grinst in die Kamera), die Vergangenheit ist nicht wirklich das, was ihr davon in Erinnerung habt. Darüber werde ich nun aber nicht wieder sprechen. Lasst uns einen tiefen Atemzug nehmen. Lasst euch selbst das Leben erfahren. Werft einen Blick darauf, was für eine Erfahrung ihr gerade jetzt macht. Macht es euch Spaß? Wenn nicht, hört auf, es analysieren zu wollen. Lest nicht noch einen Selbsthilfe-Ratgeber, der euch sagt, was ihr zu tun habt. Nehmt einen tiefen Atemzug und spürt in das Ich Bin hinein. Oder spürt in das Nichts hinein, denn das Nichts ist nicht nichts. Nichts ist Alles, dieser Abgrund. Dieser Abgrund ist alles und er ist nichts. Er ist da und er ist nicht da. Naja, lasst uns jetzt nicht zu philosophisch werden. Also, liebe Shaumbra, lasst uns nun hier eine weitere Windung nehmen. Wusch! Gut. Ihr habt euer Leben lang Druck ausgeübt. Ihr habt euch durch das Leben hindurch gedrückt und das wisst ihr. Euer Körper zeigt es euch. Es zeigt sich in eurem Schlaf. Das Leben ist wie eine große Kraftanstrengung und jeden Morgen wacht ihr auf und schaut, ob ihr noch ein bisschen mehr, ein kleines bisschen mehr Kraft einsetzen könnt. An manchen Tagen verliert ihr an Boden und der Druck kommt zu euch zurück, aber was ist es denn überhaupt, wogegen ihr diesen Druck ausübt? Makyo! Ganz offensichtlich. Makyo. Ihr schiebt eine große Kugel von Makyo vor euch her. Wisst ihr, wie ein Schneeball, der den Berg herunter rollt, immer größer und größer wird? Nun, ihr macht es genau andersherum. Ihr schiebt einen Stapel Mist den Berg hinauf (Gelächter) und der Mist wird nicht weniger, im Gegenteil. Es ist das, was ich "das Leben anschieben" nenne. Ein Leben voller Druck, ein Leben voller Treppensteigen, voll des mühsamen Kletterns, das Bestreben, aufzusteigen durch heftiges Bemühen - und es funktioniert nicht. Es ist eine Erfahrung, aber ich weiß, dass ihr dieser Erfahrung nun müde seid. Es klappt nämlich nicht. Das Leben sollte überhaupt kein Druck sein, überhaupt nicht. Einige von euch haben diese eigenartige Vorstellung. Ihr denkt: "Naja, ich muss schon ein bisschen leiden, sonst verdiene ich es nicht. Ohne Fleiß kein Preis." Könnt ihr Makyo reden? Oh ja! Ohne Fleiß kein Preis. Wer hat das denn erfunden? Offensichtlich Menschen, die Trainingsgeräte verkaufen. Das muss es doch sein. (Gelächter) Ganz offensichtlich. Ein brillantes Marketing, aber es lässt sich auch auf das Leben anwenden. Euch wird erzählt, ihr müsstet hart arbeiten, um bestimmte Dinge zu bekommen. Ihr müsstet lernen, studieren. Ihr müsstet leiden. Ihr müsstet durch all das gehen. Das ist der alte das-Glas-mit-Wasser-versuchen-zu-füllen-Trick. Er funktioniert nicht. Das Leben sollte auf brillante Art und Weise anmutig und leicht sein. […]
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