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 C. G. Jung

                                                                                                                                              

The Crimson Circle

RÜCKKEHR-SERIE, Shoud 4
1. November 2008

"Zeitgemäße Tipps"

[…]

Also heute... heute wird es ein bisschen leichter sein. Wir werden nun unseren heutigen Gast hereinbitten. Er wird uns durch die nächsten Abschnitte begleiten. Unser Gast wird auch in den nächsten paar Monaten in eurer Nähe sein, bei euch sein. Manche von euch haben mit unserem Gast in ihren früheren Leben gearbeitet, manche haben ihn, seine Lehren und seine Erkenntnisse studiert.

Unser Gast nimmt also heute einen Ehrenplatz ein. Holt also tief Luft und heißt Carl Gustav Jung bei unserer Zusammenkunft willkommen. Er hat sich nach einer Rückkehr gesehnt, danach, zurückzukommen und sich uns offenen Herzens anzuschließen. Er ist im Moment nicht auf der Erde inkarniert, wird es aber bald wieder sein. Möglicherweise wird ja meine neue persona Sam hier auf der Erde Jungs Reinkarnation kennenlernen.

Er hatte zu seiner Zeit eine führende Rolle inne, er entwickelte neue Ideen und neues Bewusstsein, und während sich in seiner Zeit alles zu Wissenschaft und Technik hinbewegte, sagte er: "Moment mal! Nicht alles dreht sich um Wissenschaft. Dem Menschen, dem Lebewesen, wird ein sehr wichtiger Teil seines Selbst vorenthalten, wenn man alles nur von Daten und Fakten abhängig macht und von dem, was man durch ein Mikroskop sehen oder durch eine mathematische Formel beschreiben kann. Es gibt da noch mehr! Es gibt etwas namens Psyche. Es gibt etwas namens Spirit, und all das sollte eine sehr wichtige Rolle im Leben jedes Menschen spielen - egal, ob er nun religiös ist oder nicht - das Begreifen seines Bewusstseins, seines Inneren Selbst, und jener Dinge, die jenseits des Verstandes liegen."

Er war ein Pionier seiner Zeit, und daher hat er darum gebeten, herkommen zu dürfen und die neuen Pioniere dieses neuen Zeitalters zu sehen, um von euch zu lernen, sodass er die immens wertvollen Lektionen von euch allen bei sich hat, wenn er reinkarniert, all die Einsichten und die Erkenntnisse, an deren Entwicklung ihr alle mitgearbeitet habt.

Carls Erdenleben fand ebenfalls zu einer sehr wichtigen Zeit statt, wenn auch die Veränderungen lange nicht so groß waren wie jene, die ihr derzeit erlebt. Der liebe Carl musste, wie die meisten Jungen in der Schweiz, sehr fleißig lernen, er musste auswendig lernen und aufsagen und sich in den Büchern vergraben. Sein Vater, ein Pfarrer, wollte, dass er ein guter Schüler ist und in seinem Leben Erfolg hat. Aber da war immer etwas in Carl, das ihn gegen die Studien aufbegehren und Widerstand leisten ließ, viel stärker als bei den anderen Jungen in seinem Alter, so etwa mit acht, neun oder zehn Jahren. Obwohl er diszipliniert arbeiten konnte, obwohl er fleißig lernte und halbwegs gute Noten bekam, gab es in ihm einen Teil, der allmählich ärgerlich wurde und gegen all das Lernen aufbegehrte. Er wollte seinen Tagträumen nachhängen. Er wollte seine Intuition spüren. Er wollte sich mit seinem Spirit verbinden.

Und ihr könnt euch vorstellen, wie schwierig es für einen Jungen war, darüber zu sprechen, wo die Vorgabe doch lautete, gute Noten zu bekommen - als der einzige Sohn, das einzige Kind der Familie - gute Noten zu bekommen, damit er später, um des guten Rufes der Familie wegen, erfolgreich sein würde.

Also schuf er sich eine interessante Situation, so wie viele von euch das auch taten, als sie jünger waren. Ich bitte dich hier, die Erinnerung an ein Ereignis in deinem Leben zuzulassen, als du im Alter zwischen ungefähr sieben und dreizehn Jahren warst. Da passierte etwas Traumatisches, das deinen Kurs änderte, das dich öffnete.

Bei Carl war es ein Streit mit seinen Klassenkameraden. Es wurde hässlich, und es fielen Worte, die nicht so nett waren. Carl hielt sich zurück und versuchte, nicht wütend zu werden, obwohl er spüren konnte, dass sein Gesicht sich rötete und seine Fäuste sich ballten; bis einer der Klassenkameraden - ein Junge, der viel größer war als er - eine unpassende Bemerkung über Carls Mutter machte. Nun, manche von euch wissen ja, wie sich das anfühlt. Aber dieser Fall hatte eine reale Seite, denn Carls Mutter hatte ernsthafte Probleme mit Depressionen und Angstzuständen. Sie wurde recht oft eingewiesen, manchmal auch weggesperrt, und die Trennung von seiner Mutter hatte sich tief in Carls Herz und Verstand eingegraben; er sorgte sich um sie, aber er schämte sich auch für sie.

In diesem Moment, als der Junge die Bemerkung über seine Mutter machte, brachen all der Ärger, der Unmut und die üblen Gefühle hervor, die Carl in sich trug, und er stürzte sich auf den Lästerer. Dieser war aber viel größer und stärker als Carl und hatte noch dazu die Unterstützung seiner widerlichen Freunde, und sie prügelten die Scheiße aus ihm raus, warfen ihn zu Boden und schlugen seinen Kopf immer wieder auf den harten Grund, bis Carl das Bewusstsein verlor und leblos liegenblieb.

Das war ein Wendepunkt in Carls Leben, denn während er da bewusstlos am Boden lag, strömte neue Energie in ihn hinein. Ihr wisst schon, wie das passiert - manchmal hat man einen Autounfall; oder man fällt so hin, dass einem die Luft wegbleibt; oder es schlägt einen jemand nieder, so wie es bei Carl war.

Als er da bewusstlos lag, veränderte sich etwas in ihm, weg davon, dass alles über den Verstand läuft, hin zur Öffnung seines Herzens. Als er wieder zu sich kam und nach Hause humpelte, schwor er, dass er nie wieder zur Schule gehen würde. Seht ihr, er gab der Schule die Schuld, dabei war da etwas anderes am Werk. Er sagte seinem Vater und seinen Betreuern, er könne keinesfalls zur Schule zurückkehren, weil sie ihn wieder verprügeln würden. Aber es rechtfertigte das, was die entscheidenden Jahre seines Lebens werden würden.

Er lernte ein wenig mit seinem Vater, aber er verbrachte auch eine enorme Zeitspanne allein mit sich selbst, damit, seinen Tagträumen nachzuhängen, wie manche das nennen würden, tatsächlich aber war es Expansion. Andere würden es einfach im Bett herumkugeln nennen, er nannte es in andere Welten gehen. Was andere ichbezogen nennen würden, war aber eigentlich ein Kennenlernen seiner selbst. Er blieb dem Verstand und dem Lernen einige Jahre lang fern, sodass er seine Intuition und sein Selbstgefühl in den Vordergrund stellen konnte.

Es war eine Situation, die er für sich selbst geschaffen hatte, eine Anordnung "für den Fall des Falles", für den Fall, dass er sich zu sehr im Lernen verfangen würde, was er befürchtet hatte. Nur für den Fall, dass er vergessen würde, wofür er zur Erde gekommen war - um die Tore des Bewusstseins zu öffnen, um über Dinge sprechen zu können wie das kosmische Bewusstsein, Bewusstheit über andere Dimensionen und Geister, um herzukommen und Psychologie, Philosophie und Psychiatrie zu studieren, aber von einem ganz neuen Standpunkt aus - weder verbissen intellektuelle Studien noch solche religiöser Natur, sondern die eines neuen Bewusstseins, wie ihr das heute nennen würdet.

Diese Episode, als er zwölf Jahre alt war, änderte also den mentalen Kurs, auf dem er war. Oh ja, letztlich - letztlich - beschloss er eines Tages, wieder zu den Studien zurückzukehren, und er tat es aus einer völlig neuen Perspektive. Er prägte sich Informationen nicht einfach ein, er absorbierte sie. Er tat es nicht nur, um gute Noten zu bekommen und auf eine gute Schule zu gehen, er tauchte nun völlig in die Studien des menschlichen Bewusstseins ein, in die Geschichte des Menschen und menschliche Potenziale. 

Wie ihr natürlich wisst, wurde er berühmt, schrieb Bücher, hielt Vorlesungen in der ganzen Welt und lernte einige der ganz Großen kennen. Eine Zeit lang arbeitete er mit Freud, aber an einem gewissen Punkt ihrer Verbindung waren sie sich uneinig, und jeder ging seines eigenen Weges. Und wir alle wissen natürlich, wie die Leben von Freud und Jung weitergingen.

Liebe Shaumbra... liebe, liebe Shaumbra, Carl schließt sich uns an, C.J., wie wir ihn zu nennen pflegen (Lachen im Publikum), er wohnt diesem Treffen bei, um sich die nächste Ebene, die stattfindende Entwicklung des Bewusstseins anzusehen. Natürlich vermisst er all das hier sehr, er wünscht sich, daran teilzuhaben, und daher hat er sich entschlossen, schon bald in einem neuen physischen Körper zurückzukehren. Manche von euch wird er vielleicht kennenlernen. Bei manchen von euch wird er vielleicht als junger Erwachsener studieren oder lernen. Manche eurer Bücher wird er vielleicht lesen. Mit manchen eurer Gemälde oder eurer Erfindungen wird er sich vielleicht vertraut machen. Und es ist gewiss eine Ehre, ihn hierzuhaben; der Pionier des neuen Bewusstseins in vergangenen Zeiten kommt, um die heutigen Pioniere des neuen Bewusstseins zu treffen. Welch eine Ehre.

[…]

 

 

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